Endlich frei sein
Von Michael EderNeustift im Stubaital. „Nichts Schlimmes“, sagen sie oben am Start. „Nur die Schulter ausgekugelt, und sie kriegen sie nicht mehr rein.
Von Michael Eder
Neustift im Stubaital. „Nichts Schlimmes“, sagen sie oben am Start. „Nur die Schulter ausgekugelt, und sie kriegen sie nicht mehr rein.“ Hundert Meter weiter unten, hinter der ersten Riesenschanze auf dem Stubaier Gletscher, steht der Helikopter, und die Rettungssanitäter mühen sich, dem gestürzten Snowboarder das Gelenk zu richten. Schmerzhaft, das Ganze, aber doch Routine, kaum der Rede wert, keinen der Profi-Skifahrer und -Snowboarder regt das weiter auf, und als nach einer Viertelstunde der Hubschrauber mit großem Getöse abhebt und den Verletzten Richtung Innsbruck fliegt, Richtung Krankenhaus, geht der Trainingsalltag in 3200 Metern Höhe weiter. Snowboarder Shaun White haut sich über eine Schanze in einen riesigen Airbag, der die Landung abfedert, und nebenan fliegen die Skifahrer mit Schrauben und Salti durch einen Slopestyle-Kurs, der eigens für die Profis gebaut wurde und für die Öffentlichkeit gesperrt ist.





