Bayern LB : Bloß kein Victory-Zeichen

Die sieben ehemaligen Bayern-LB-Vorstände beteuern im Strafprozess um das Milliardendebakel mit der Hypo Alpe Adria ihre Unschuld. Vor Gericht meiden sie jegliche Geste der Siegeszuversicht.
Werner Schmidt und Rudolf Hanisch sind die Ersten. Ganz ungezwungen stehen die beiden ungleichen Banker nebeneinander und plaudern – hier der hoch aufgeschossene Schmidt, da der einen Kopf kleinere Hanisch. Es ist ein Bild wie aus alten Zeiten, als beide im Vorstand der Bayerischen Landesbank saßen und damals, im Sommer 2007, mit ihren Kollegen den waghalsigen Plan umsetzten, die Skandalbank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) in Kärnten zu kaufen. Sechseinhalb Jahre später führt dieses Geschäft Schmidt und Hanisch sowie fünf weitere ehemalige Bayern-LB-Vorstände in den Gerichtssaal A 101 des Münchner Strafjustizzentrums, einen runden, fensterlosen Raum mit blassgelb gestrichenen Wänden. Unter dem grellen Kunstlicht sehen die Angeklagten hier manchmal etwas kränklich aus.





