Protokoll veröffentlicht :
Anleihen-Kaufprogramm der EZB war intern umstritten

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Schild an der Hauptzufahrt zur Europäischen Zentralbank in Frankfurt
Schild an der Hauptzufahrt zur Europäischen Zentralbank in FrankfurtFrank Röth

Die Europäische Zentralbank hat erstmals in ihrer Geschichte eine Mitschrift einer Ratssitzung veröffentlicht. Bislang lagen die Protokolle 30 Jahre unter Verschluss.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer wegweisenden Zinssitzung im Januar nicht alle Ratsmitglieder von der Notwendigkeit eines großangelegten Staatsanleihen-Kaufprogramms überzeugen können. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll stellte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet auf dem Treffen zwei Optionen vor: eine weitere geldpolitische Lockerung sofort einzuleiten oder noch abzuwarten. Übereinstimmend seien alle Ratsmitglieder der Auffassung gewesen, dass Staatsanleihen-Käufe ein vom Mandat der EZB rechtlich abgedecktes Instrument seien. Einige seien aber der Meinung gewesen, dass dies nur in Ausnahmesituationen einzusetzen sei. So habe es Stimmen gegeben, das Pulver noch nicht auf der Sitzung am 22. Januar zu verschießen.

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