Nahverkehr in Frankfurt :
365-Euro-Ticket für alle?

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Kunden des RMV an einem Fahrkartenautomat in Frankfurter S-Bahn-Station
Kunden des RMV an einem Fahrkartenautomat in Frankfurter S-Bahn-StationWolfgang Eilmes

Ganz Deutschland diskutiert über kostenlosen Nahverkehr. In Frankfurt zeigt sich, dass schon kleinere Rabatte teuer werden. Mancher OB-Kandidat will trotzdem mehr.

Es war wie ein Naturgesetz: Jahr für Jahr stiegen beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Fahrpreise – bis Peter Feldmann kam und als Aufsichtratsvorsitzender des RMV das eherne Gesetz der Preiserhöhung durchbrach. So lautet die große Erzählung, die der sozialdemokratische Oberbürgermeister gerne zum Besten gibt. Leider stimmt sie allenfalls zur Hälfte. Denn der RMV hat auch in diesem Jahr die Fahrpreise erhöht: Seit dem 1. Januar zahlen die Kunden für ihre Jahres-, Monats- oder Wochentickets im Durchschnitt 1,5 Prozent mehr als 2017. Auch in den beiden nächsten Jahren soll es bei einem Anstieg um jeweils 1,5 Prozent bleiben. Die Preiserhöhungen in den vergangenen Jahren lagen fast immer höher, zum Teil deutlich höher. Insofern könnte Feldmann durchaus mit diesem Erfolg im Wahlkampf hausieren gehen.

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