Big History :
Wenn Historiker zu den Sternen greifen

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Gabriel von der Max: „Sintflut“
Gabriel von der Max: „Sintflut“Städtische Galerie im Lenbachhaus, München

Wem die Globalgeschichte zu provinziell ist, der greife zu Big History. Sie erweitert den Blick auf die Menschheitsgeschichte, vom Urknall bis in die fernste Zeit.

Verdichtete Gegenwart weitet die Aufmerksamkeit. Es ist populär geworden, im Gleitflug über die Zeiten der Vergangenheiten zu schweben. Das „History Manifesto“ des Harvard-Historikers David Armitage forderte von seiner Zunft eine Geschichte der großen Ideen. Fachfremde erfüllten das Desiderat. Der Psychologe Steven Pinker mit seiner umstrittenen These von der sinkenden Gewalt in der Geschichte oder der Geograph Jared Diamond mit seinen Ausführungen darüber, warum Zivilisationen bleiben oder untergehen. Beide Male Geschichte im Erklärgestus, unter große, streitbare Thesen gespannt und nach Erfolgsprinzipien befragt. Der Fachhistoriker misstraut dem großen Radius.

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