Wissenschaft in Zeiten der Finanzkrise : Spaniens Astronomen in Geldnöten

Es war einst ein Vorzeigeprojekt deutsch-spanischer Zusammenarbeit - das Observatorium auf dem Calar Alto. Jetzt ist die Einrichtung von Sparmaßnahmen bedroht. Wie geht es weiter?
Das deutsch-spanische Zentrum für Astronomie auf dem 2200 Meter hohen Calar Alto in Andalusien steht vor einer ungewissen Zukunft. Sogar die Schließung der 1975 gegründeten Einrichtung sei nicht ausgeschlossen, befürchtet Javier Gorgas, Präsident der astronomischen Gesellschaft Spaniens. Damit verlöre der europäische Kontinent sein größtes astronomisches Observatorium. Bereits jetzt könnten die Gehälter der rund vierzig Mitarbeiter nur aus angesparten Geldern bezahlt werden. Der Grund für die Misere seien die von der Regierung in Madrid im März angekündigten Einschnitte im Budget. Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise stehen in Spanien derzeit viele Forschungsprojekte auf dem Prüfstand, erklärt Matilde Fernández, Direktorin des Instituto de Astrofísica de Andalucía (IAA) in Granada. Das IAA betreibt das Observatorium auf dem Calar Alto in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg.





