Parteiprogramme Wissenschaft : Schaufenster der Ideenlosigkeit

Die nächste Regierung hat viele Versäumnisse aufzuarbeiten. Doch die Parteiprogramme zur Wissenschaftspolitik gehen nicht über unverbindliche Versprechen hinaus.
Seit November vergangenen Jahres gibt es im deutschen Wissenschaftssystem einen weiteren Akteur, dessen Sprecher mit Machtansprüchen nicht geizen. Die neue „Wissenschaftskonferenz der Länder“ agiert zwar unter dem Dach der Kultusministerkonferenz, versteht sich aber als eigenständiges Gremium. Der Koordinator der sogenannten B-Länder in der Konferenz, Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume, nutzte die konstituierende Sitzung der Konferenz gleich zu einer scharfen Rüge gegen die gerade zurückgetretene Forschungsministerin: Das von ihr geführte Bundesministerium habe in der Forschungspolitik eine „gefährliche Lücke“ hinterlassen, die die Länder nun mit dieser „eigenständigen, wirkmächtigen und selbstbewussten“ Konferenz füllen müssten, mit der für ihn nichts weniger als eine „neue Ära des Forschungsföderalismus“ anhebe.
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