Waldbrände in Bolivien : Im Schatten der Amazonas-Brände
Boliviens Wälder brennen, Millionen Hektar sind zerstört – von der Welt nahezu unbeachtet. Ein einzigartiger Lebensraum mit tausenden Tier- und Pflanzenarten droht zu verschwinden.
Schwarze Rauchwolken steigen seit Wochen vom Amazonas auf – und prägen die Bilder westlicher Medien aus der Region. Der Regenwald brennt, die Welt verliert weite Teile eines ihrer größten Naturschätze. Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Brasilien. Südamerikas größtes Land verfügt über weite Teile des Amazonas-Gebiets, das so artenreich ist wie keine andere Region der Erde. Zusätzlich kommt dem Regenwald eine enorme Bedeutung als Kohlenstoffspeicher und Klimastabilisator zu. Die fragwürdige Politik des brasilianischen Präsidenten, die die Zerstörung des Regenwalds zugunsten der Landwirtschaft fördert, rief international Entsetzen hervor. Im Schatten der brasilianischen Rauchwolken blieb eine ähnliche Entwicklung im Nachbarland Bolivien weitgehend unbeachtet.





