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Finanzministerium informiert : Zwölf Milliarden Euro Rückerstattung von Finanzämtern

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Selbständige wie Frisöre bekommen unter Umständen einiges von den Finanzämtern zurückerstattet. Bild: dpa

Wenn Selbständige außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärungen angeben, fließt den Bürgern einiges zurück. Die FDP ruft dazu auf, rechtzeitig die Steuer zu erklären. Das könne so wirken wie ein kleines Konjunkturprogramm.

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          Arbeitnehmer in Deutschland haben nach ihrer Steuererklärung zuletzt mehr als zwölf Milliarden Euro Steuern vom Staat zurück erstattet bekommen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, aus der die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ am Samstag zitierte. Die durchschnittliche Rückerstattung habe bei 1027 Euro gelegen.

          Für Steuerpflichtige mit ausschließlichen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit ergaben sich Rückerstattungen in Höhe von rund 12,3 Milliarden Euro und Nachzahlungen in Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro, hieß es in der Antwort des Ministeriums. Es beruft sich dabei auf zuletzt verfügbare Daten des Statistischen Bundesamtes von 2016. In den nachfolgenden Jahren dürften die Rückerstattungen noch höher ausgefallen sein, schrieb das Ministerium.

          In der Vergangenheit setzten laut dem Papier rund elf Millionen Steuerpflichtige im Jahr ihre Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen wie Arztkosten und Zuzahlungen ab. Demnach werden die steuerlichen Mindereinnahmen „aktuell auf insgesamt rund 3,4 Milliarden Euro geschätzt“.

          Der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler richtete einen Appell an die Steuerzahler: „Man kann nur jedem Steuerpflichtigen raten, rechtzeitig die Steuererklärung zu machen, um die Rückerstattung zu viel gezahlter Steuern zu erreichen“, sagte er der Zeitung. „Eine schnelle Bearbeitung der Steuererklärungen durch die Finanzämter und eine schnelle Rückerstattung wäre das beste Konjunkturprogramm.“

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