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Unternehmen auf „Sinnsuche“ : Von Kapitalisten zu Weltverbesserern?

  • -Aktualisiert am

„Was wollen wir mit unserer Arbeit erreichen?“ Daimler-Chef Dieter Zetsche Bild: dpa

Purpose, Purpose, Purpose: Alle Konzernchefs reden plötzlich von der Suche nach einem höheren Sinn. Steckt dahinter wirklich ein Sinneswandel – oder vielmehr eine clevere Strategie?

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          Dieter Zetsche, mehr als vier Jahrzehnte in Diensten von Mercedes, hat in den 13 Jahren als Vorstandschef den Konzern mit dem Stern wieder als Weltmarktführer erstrahlen lassen. Vieles hat er erreicht, sagt Zetsche selbst, als er neulich in Untertürkheim seine letzte Bilanz vor dem Ruhestand vorlegt. Nur eines, das müssten seine Nachfolger vollenden, die Suche nach dem „Purpose“, die Frage nach dem Sinn: „Was wollen wir mit unserer Arbeit erreichen?“

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wenige Tage später. Anderer Ort, selbe Floskel. In Eschborn vor den Toren Frankfurts, am Sitz der Deutschen Börse, mahnt Konzernchef Theodor Weimer, ein ehemaliger Banker mit robustem Selbstbewusstsein, die versammelten Finanzgrößen: Es mangele am Sinn in der Wirtschaft. „Wir Unternehmen brauchen einen noblen Purpose.“

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