https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/unternehmen-auf-sinnsuche-von-kapitalisten-zu-weltverbesserern-16080256.html

Unternehmen auf „Sinnsuche“ : Von Kapitalisten zu Weltverbesserern?

  • -Aktualisiert am

„Was wollen wir mit unserer Arbeit erreichen?“ Daimler-Chef Dieter Zetsche Bild: dpa

Purpose, Purpose, Purpose: Alle Konzernchefs reden plötzlich von der Suche nach einem höheren Sinn. Steckt dahinter wirklich ein Sinneswandel – oder vielmehr eine clevere Strategie?

          6 Min.

          Dieter Zetsche, mehr als vier Jahrzehnte in Diensten von Mercedes, hat in den 13 Jahren als Vorstandschef den Konzern mit dem Stern wieder als Weltmarktführer erstrahlen lassen. Vieles hat er erreicht, sagt Zetsche selbst, als er neulich in Untertürkheim seine letzte Bilanz vor dem Ruhestand vorlegt. Nur eines, das müssten seine Nachfolger vollenden, die Suche nach dem „Purpose“, die Frage nach dem Sinn: „Was wollen wir mit unserer Arbeit erreichen?“

          Wenige Tage später. Anderer Ort, selbe Floskel. In Eschborn vor den Toren Frankfurts, am Sitz der Deutschen Börse, mahnt Konzernchef Theodor Weimer, ein ehemaliger Banker mit robustem Selbstbewusstsein, die versammelten Finanzgrößen: Es mangele am Sinn in der Wirtschaft. „Wir Unternehmen brauchen einen noblen Purpose.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Läuft nicht nach Plan: Die russische Mobilisierungskampagne für die Invasion in der Ukraine (hier ein Plakat in St. Petersburg)

          Nach ukrainischem Vorrücken : Moskau sucht Schuldige für Misserfolge

          Während die Ukrainer Gelände zurückgewinnen, treibt Russland sein Annexionsprogramm voran, wobei die „Grenzen“ der Gebiete unklar bleiben. Moskau will darin keinen Widerspruch sehen.
          Schule für das Leben: Ball der Waffenbrüderschaft im November 1987 in der MfS-Bezirksverwaltung Dresden

          Putin in der DDR : Eine gute Schule für das Leben

          Fünf Jahre arbeitete Wladimir Putin als KGB-Offizier in Dresden. Stasi-Unterlagen aus dieser Zeit verraten mehr über den russischen Präsidenten, als diesem lieb sein dürfte. Ein Gastbeitrag.