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Börse : Ehemalige Twitter-Aktionäre starten Sammelklage gegen Elon Musk

  • Aktualisiert am

Ehemalige Twitter-Aktionäre werfen Musk vor, die Vorschriften des Aktienhandels gebrochen zu haben. Bild: dpa

Ehemalige Aktionäre von Twitter verlangen Schadenersatz von Tesla-Gründer Musk. Er habe zu spät gemeldet, dass sein Aktienanteil auf über fünf Prozent gewachsen sei. Anleger seien so um viel Geld gebracht worden.

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          Ehemalige Aktionäre von Twitter verklagen Tesla-Gründer Elon Musk. In einer Sammelklage, die bei einem Bundesgericht in Manhattan eingereicht wurde, behaupten die Aktionäre, dass Musk „falsche und irreführende Aussagen und Auslassungen“ gemacht hat. Der Tesla-Gründer habe versäumt, bis zum 24. März offen zu legen, dass er in Twitter investiert habe. Damit habe er gegen die Vorschriften des US-Wertpapiergesetzes gehandelt.

          In der Klage wird ein nicht näher bezifferter Schadensersatz gefordert. Wie die Aktionäre mitteilen, hat die verzögerte Offenlegung Musk ermöglicht, mehr Twitter-Aktien zu niedrigeren Preisen zu kaufen, während er Aktionäre dazu verleitete, zu „künstlich aufgeblähten“ Preisen zu verkaufen.

          Weiter günstig zugekauft

          Eigentlich gelten strikte Vorschriften, wenn Beteiligungen an US-Firmen den Schwellenwert von fünf Prozent übersteigen. Musk hatte am 4. April in einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht SEC bekanntgemacht, einen Anteil von gut neun Prozent an Twitter zu halten. Diese Nachricht ließ den Aktienkurs kräftig steigen.

          Doch der Klage zufolge hatte Musks Beteiligung bereits Mitte März bei über fünf Prozent gelegen – ohne dass dieser es fristgemäß innerhalb von zehn Tagen mitgeteilt habe. Dadurch habe Musk bis zur Mitteilung am 4. April weiter günstig Twitter-Aktien zukaufen können. Anleger, die in diesem Zeitraum verkauften, seien benachteiligt worden.

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