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Starinvestor im Gespräch : „Anleger müssen bereit sein, zu leiden“

James Anderson, 62, stand sein ganzes Berufsleben in Diensten der schottischen Fondsgesellschaft Baillie Gifford. Ende April hört er auf. Baillie Gifford verwaltet umgerechnet rund 430 Milliarden Euro. Bild: Jeremy Sutton-Hibbert

James Anderson hat die besten Aktien oft als erster entdeckt. Früh investierte er in Amazon und Tesla. Hier verrät er, wie Anleger die Stars von morgen finden.

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          Herr Anderson, Sie haben sehr früh erkannt, dass sich mit Technologieaktien viel Geld verdienen lässt. Wie konnten Sie sich da so sicher sein?

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Hundertprozentig sicher ist man sich nie. Es gibt auch keine goldene Regel, mit der jeder ganz einfach reich werden kann. Aber eine Sache ist für erfolgreiches Investieren sehr wichtig: die eigentlich banale Einsicht, dass Wandel stattfindet.

          Das klingt ziemlich allgemein. Was genau meinen Sie damit?

          Viele Anleger denken zu statisch. Gerade die Profis meinen oft, sie könnten selbst definieren, was Risiko ist, und die Zugewinne der eigenen Fonds quasi sicher vorausberechnen. Was für ein Trugschluss. Echtes Investieren hat mit Extremen zu tun, darauf muss sich jeder einstellen: Es kann gut gehen oder auch nicht. Nur einer sehr geringen Anzahl an Unternehmen gelingt es, die Welt wirklich zu verändern und damit auch Investoren außergewöhnliche Renditen zu bescheren. Solche Unternehmen muss man früh finden und ihnen dann lange treu bleiben.

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