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Kanadischer Flugzeugbauer : Chinesen könnten auch bei Bombardier einsteigen

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Die Chinesen können mittlerweile auch große Flugzeuge bauen: Das Foto zeigt die neue Passagiermaschine C919 bei der Landung auf dem Flughafen von Pudong. Bild: AFP

Die Vormachtstellung von Airbus und Boeing ist China seit Jahren ein Dorn im Auge. Jetzt bietet sich eine Chance zum Angriff.

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          Der chinesische Jet-Hersteller Comac arbeitet mit mindestens einer Bank an einem Bündnis, das auf eine Beteiligung beim angeschlagenen Flugzeug- und Zughersteller Bombardier hinauslaufen könnte. Wie die „Financial Times“ berichtet, steht ein Engagement an Bombardiers Flugzeugsparte oder dem neuen Mittelstreckenjet, der C-Serie, zur Diskussion. „Alles ist auf dem Tisch“, sagte ein Insider der Zeitung.

          Comac hatte Anfang Mai sein erstes großes Passagierflugzeug in die Luft geschickt. Ein Bündnis mit den Kanadiern könnte dem staatlichen Konzern helfen, zum ernsthaften Konkurrenten der Platzhirsche Boeing und Airbus aufzusteigen. Dem Bericht zufolge haben Comac und Bombardier bereits über längere Zeit entsprechende Gespräche geführt. Die Chinesen ließen eine Nachfrage der Zeitung allerdings unbeantwortet, und die Kanadier lehnten eine Stellungnahme ab.

          Tausende Arbeitsplätze sind gefährdet

          Bombardier steckt seit einiger Zeit in Schwierigkeiten. Das hochverschuldete Unternehmen hat sich bei der C-Serie übernommen. Die Entwicklung des Jets, der mit den kleinsten Modellen von Airbus und Boeing konkurriert, dauerte länger und wurde erheblich teurer als geplant. Auch der Zugsparte geht es schlecht, tausende Arbeitsplätze stehen auf der Streichliste. Gleich zweimal musste Bombardier staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Medienberichten zufolge sprechen die Kanadier mit Siemens über eine Fusion der Zugsparten beider Unternehmen.

          China ist bekannt dafür, ausländische Firmen aufzukaufen, um sich so schnell einen guten Zugang zu einem Zukunfts- und Wachstumsmarkt zu erschließen. Oft wird in ein kriselndes Unternehmen investiert, das dort vorhandene Knowhow genutzt und anschließend mit viel Geld aus China der Markt aufgerollt.

          In Deutschland sorgte vor zwei Wochen der chinesische HNA-Konzern für Aufsehen, weil er durch Zukäufe zum größten Anteilseigner der Deutschen Bank aufstieg. Auch die HSH Nordbank will er erwerben – und der Flughafen Hahn gehört ihm bereits.

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