Verlängert :
Air France-Piloten streiken bis zum 26. September

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Diese Air-France-Flugzeuge stehen auf dem Rollfeld des Pariser Flughafens Charles de Gaulle.
Diese Air-France-Flugzeuge stehen auf dem Rollfeld des Pariser Flughafens Charles de Gaulle.Reuters

Wer in der kommenden Woche mit Air France fliegen möchte, bekommt Probleme. Für Sonntag rechnet die Fluggesellschaft damit, dass mehr als die Hälfte der Flüge ausfällt.

Die Piloten der niederländisch-französischen Fluggesellschaft Air France haben die Verlängerung ihres einwöchigen Streiks um vier Tage beschlossen. Die Flugkapitäne würden die Arbeit nicht nur bis Montag, sondern bis Freitag ruhen lassen, erklärte die Gewerkschaft am Samstag.

Bei der Urabstimmung hätten sich gut 80 Prozent für diese Ausweitung des Arbeitskampfes ausgesprochen. Angesichts dieses klaren Ergebnisses könne der Streik auch noch ein weiteres Mal verlängert werden, drohten die Arbeitnehmervertreter.


Was mache ich, wenn mein Flug ausfällt?


    Wie finde ich am Streiktag heraus, ob mein Flug betroffen ist?

    Flugreisende sollten sich direkt an die Fluggesellschaft wenden. Wichtige Informationen zu den Streiks erhalten Passagiere auf der Internetseite. Die dort zur Verfügung gestellten Informationen sollten sich Passagiere ausdrucken, damit sie auch später etwas in der Hand haben. Lufthansa informiert Passagiere auch per SMS über den aktuellen Stand, wenn sie ihre Mobilnummer angegeben haben. Unter „Meine Buchungen“ können die Passagiere je nach Fluggesellschaft und Streik auch kostenfrei umbuchen oder stornieren.

    Wie geht es weiter, wenn mein Flug streikbedingt ausfällt?

    Wird ein Flug wegen Streiks gestrichen, muss sich die Fluggesellschaft schnellstmöglich um eine sogenannte Ersatzbeförderung kümmern. Daher sollte man diese auch bei der Fluggesellschaft einfordern. Dauert der Ausstand länger, muss die Fluglinie einen Ersatzflug anbieten beziehungsweise bei Flügen innerhalb Deutschlands den Ersatztransport mit Bahn oder Bus organisieren. Passagiere sollten auch bei großen absehbaren Verspätungen pünktlich am Flughafen sein, da die Fluggesellschaft eventuell früher als angenommen einen Ersatzflug anbieten kann. Auch wenn der Flug voraussichtlich gestrichen wird, ist es ratsam, sich möglichst früh vor dem Abflug zum Check-In zu begeben oder schon vorab online einzuchecken, um lange Warteschlangen zu vermeiden.

    Welche Rechte habe ich, wenn ich durch den Streik am Flughafen feststecke?

    Die Fluggesellschaft muss gestrandete Kunden betreuen. Fluggäste haben bei Flügen von bis zu 1500 Kilometern nach zwei Stunden einen Anspruch auf Essen und Getränke. Außerdem dürfen sie auf Kosten der Fluggesellschaft zwei Telefonate führen. Bei einer Strecke von 1500 bis 3500 Kilometern erhalten die Gäste nach 3 Stunden Hilfe, bei Flügen ab 3500 Kilometern nach vier Stunden. Müssen Passagiere länger als fünf Stunden auf ihren Flug warten, haben sie ein Recht darauf, sich das Geld für den Flug erstatten zu lassen. Damit ist die Fluggesellschaft aber aus allen weiteren Pflichten entlassen. Verschiebt sich der Flug auf den nächsten Tag, muss die Fluggesellschaft die Kosten für die Hotelübernachtung übernehmen. Stellt die Gesellschaft trotz Nachfrage keine Betreuung bereit, sollten Passagiere für Verpflegung und Hotel selbst sorgen. Sie sollten die Belege sammeln und die entstandenen Kosten der Fluggesellschaft in Rechnung stellen.

    Habe ich Anspruch auf eine Entschädigung?

    Laut Bundesgerichtshof liegt bei Streik höhere Gewalt vor. Deshalb gilt die EU-Fluggastrechteverordnung, die Passagieren sonst bei einem Flugausfall oder massiven Verspätungen eine Ausgleichszahlung garantiert, in diesem Fall nicht. Nur in einem Fall kann der Fluggast auf eine Entschädigung hoffen: Und zwar wenn er belegen kann, dass die Fluggesellschaft nicht genug getan hat, um die Folgen des Streiks für den Kunden abzumildern.


Nach Angaben der Gewerkschaft wird Air France am Sonntag voraussichtlich nur knapp 40 Prozent der geplanten Flüge an den Start bringen können, da sich 65 Prozent der Piloten an der Arbeitsniederlegung beteiligen dürften. Weitere Informationen der Fluggesellschaft finden Fluggäste auf der Homepage von Air France.

Die Gewerkschaft protestiert gegen die Sparpläne der Unternehmensführung und verlangt für die Flugkapitäne der Billig-Tochter Transavia dieselben Verträge wie bei Air France. Zudem befürchtet sie, dass mit dem Transavia-Ausbau Arbeitsplätze ins Ausland verlagert und Kurz- und Mittelstrecken an die Billigtochter übertragen werden. Der Ausfall der Flüge kostet Air France nach eigenen Angaben täglich zehn bis 15 Millionen Euro.

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