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Übernahme von App : Trump bringt Oracle als Tiktok-Käufer ins Spiel

  • Aktualisiert am

Auch Oracle soll Interesse an Teilen des Geschäfts von Tiktok zeigen. Bild: Reuters

Im Stil eines Transaktionsberaters hat Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung Oracle als möglichen Käufer für Tiktok genannt. Medienberichten zufolge soll der Softwarekonzern schon an einem Angebot an den chinesischen Mutterkonzern Bytedance arbeiten.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat den Softwareriesen Oracle ein „tolles Unternehmen“ für eine Übernahme der umstrittenen chinesischen Video-App Tiktok genannt. Nach einer Rede in Yuma im Bundesstaat Arizona sagte Trump auf eine entsprechende Frage, Oracle sei seiner Meinung nach „ein tolles Unternehmen, und ich denke, sein Eigentümer ist ein unglaublicher Kerl. Ich denke, Oracle könnte sicherlich jemand sein, der das schaffen kann.“

          Medienberichten zufolge erwägt Oracle die Übernahme der Geschäfte von Tiktok in den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Neuseeland. Trump hat schon ein Dekret unterzeichnet, das auf ein Verbot von Tiktok ab Mitte September hinausläuft, sollte der chinesische Mutterkonzern Bytedance die Plattform bis dahin nicht verkauft haben.

          Mit einem weiteren Dekret wird Bytedance dazu verpflichtet, innerhalb von 90 Tagen alle Daten von amerikanischen Nutzern zu vernichten und sich von seinen Geschäften in den Vereinigten Staaten zu trennen. Bytedance führt bereits Verkaufsverhandlungen mit dem Microsoft.

          Oracle-Eigentümer Larry Ellison ist ein Unterstützer Trumps; bei einer Veranstaltung im Februar sammelte er laut „Wall Street Journal“ sieben Millionen Dollar (5,9 Millionen Euro) für Trumps Wahlkampf ein. Der Präsident bekräftigte am Dienstag in Yuma seine Forderung, dass die Vereinigten Staaten von einem Verkauf von Tiktok profitieren müssten.

          Trump begründet sein Vorgehen mit „glaubwürdigen Hinweisen auf eine Gefährdung der nationalen Sicherheit“ durch Bytedance. Der Konzern bestreitet, Nutzerdaten an die chinesische Regierung weiterzugeben.

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