Betrugsprozess : Richter widerspricht Ex-Wirecard-Chef Braun

Im Prozess um den Betrugsfall Wirecard deutet der Richter Zweifel an den Aussagen des früheren Konzernchefs Markus Braun an. Der Staatsanwalt präsentierte am Donnerstag Dokumente der Prüfer und des Aufsichtsrats.
Im Münchner Betrugsprozess um die milliardenschwere Pleite des Zahlungsdienstleisters Wirecard widerspricht das Gericht Äußerungen des angeklagten Ex-Konzernchefs Markus Braun. Der 53-Jährige und sein Verteidiger Alfred Dierlamm bekräftigten am Donnerstag, Braun habe für seine Darstellung der Konzernlage in einer Börsenmitteilung zwei Monate vor dem Zusammenbruch keine Vorgaben des Aufsichtsrats erhalten. „Es geht doch nicht um eine Empfehlung oder Vorgabe, sondern um die Frage, ob das richtig oder falsch ist“, sagte der Vorsitzende Richter Markus Födisch. Der frühere Wirecard-Chef konnte damit zunehmende Zweifel des Richters an seinen Angaben nicht ausräumen.





