Konferenz mit Amerikanern : Altmaier will Terminals für Flüssiggas

Der Bundeswirtschaftsminister lädt Amerika zu einem Flüssiggas-Gipfel, um Investitionen auszuloten. Bedrohen lasse man sich aber nicht.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Vertreter der deutschen und amerikanischen Gaswirtschaft zu einer Investorenkonferenz geladen. Bei dem Treffen im Februar gehe es darum herauszufinden, wie die Infrastruktur für den Import verflüssigten Erdgases marktwirtschaftlich ausgebaut werden könne, sagte der CDU-Politiker.
Amerikanische Gasexporteure haben ein hohes Interesse daran, Gas nach Deutschland und in andere Länder Europas zu exportieren. Der Bundesregierung geht es auch darum, den politischen Druck gegen den Bau der Gasleitung Nord Stream 2 zu mindern, indem man Präsident Donald Trump beim Thema Flüssiggas (LNG) entgegenkommt. Derzeit wird über den Bau von drei Terminals an der Nordseeküste spekuliert. Kritiker bezweifeln aber, dass es des Baus überhaupt bedarf, solange andere Anlandestationen wie in den Niederlanden nur zu einem Viertel ausgelastet sind.
Altmaier machte deutlich, dass sich die Regierung nicht von Drohschreiben des amerikanischen Botschafters Richard Grenell beeindrucken lasse. Der hatte den an Nord Stream 2 beteiligten deutschen Unternehmen Uniper und Wintershall mit Konsequenzen und Sanktionen gedroht. Für den Bau der Leitung seien alle nötigen Genehmigungen erteilt worden. Es gebe keinen Grund, dagegen vorzugehen. Allerdings erwarte man, dass Russland vor Inbetriebnahme der neuen Leitung einen neuen Vertrag mit der Ukraine über die Gasdurchleitung verabrede.





