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Gasleitung Nord Stream 2 : Eine einmalige Drohung gegen deutsche Unternehmen

Botschafter Richard Grenell am Montag beim Neujahresempfang des diplomatischen Korps im Schloss Bellevue Bild: EPA

Der amerikanische Botschafter setzt deutsche Unternehmen in nicht gekanntem Maße unter Druck. Nicht nur die reagieren jetzt deutlich.

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          Die verschärfte Drohung der Vereinigten Staaten gegen die an der Gasleitung Nord Stream 2 beteiligten Unternehmen stößt in Deutschland auf Unverständnis. Zwar wollten sich offiziell weder die Bundesregierung noch Branchenvertreter zu dem Brief äußern, den Amerikas Botschafter Richard Grenell jüngst an Uniper und die BASF verschickt hat und in dem von einem „signifikanten Sanktionsrisiko“ für „Aktivitäten im russischen Energieexport-Pipelinesektor“ die Rede ist. Uniper ist wie die BASF-Tochtergesellschaft Wintershall Finanzinvestor des vom russischen Staatskonzern Gasprom verantworteten Projekts.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sprach allerdings von einer „eher ungewöhnlichen diplomatischen Art und Weise“. Die betroffenen Unternehmen hätten die richtige Antwort darauf gegeben, indem sie nicht auf die Drohung reagierten. Im Hintergrund nimmt man das Vorgehen Grenells ansonsten irritiert zur Kenntnis. Seit seinem Amtsantritt im Mai 2018 habe er unentwegt gegen Nord Stream 2 gewettert, mit dem Brief erklimme der Streit aber eine neue Stufe.

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