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Digitalkonferenz DLD : „Es gibt kein Land, das schon bereit ist“

Arbeit am Mobilfunknetz. Bild: dpa

Die nächste Mobilfunk-Generation ist noch nicht sicher. Der Chef der europäischen Behörde für Cybersicherheit ruft die europäischen Staaten auf, das schnell zu ändern.

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          Der Chef der europäischen Behörde für Cybersicherheit, Juhan Lepassaar, hat die europäischen Sicherheitsbehörden dazu aufgerufen, sich um die Sicherheit der nächsten Mobilfunk-Generation 5G zu kümmern. „Die Netze werden künftig sicher sein, aber dazu muss jetzt etwas geschehen“, sagte Lepassaar der F.A.Z. am Rande der Digitalkonferenz DLD in München.

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Bisher sind nur kleine, räumlich begrenzte 5G-Netze ausgebaut. Darum sei noch Zeit, die Netze zu sichern, die europäische Struktur sei angelegt. Jetzt müssten die Mitgliedsstaaten handeln. „Jeder muss noch etwas tun“, sagte Lepassaar: „Es gibt kein Land, das schon bereit ist.“

          „Datenschutz muss gesichert sein“

          Wenn die Mitgliedstaaten nicht schnell genug in die Gänge kämen, sei der Nutzen von 5G gefährdet, zum Beispiel wenn es um digitale Gesundheitsdienste geht. „Da muss der Datenschutz gesichert sein, sonst entstehen solche Anwendungen vielleicht erst gar nicht“, sagte der Este, der die Agentur seit dem vergangenen Jahr leitet.

          Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte gerade erst eine Diskussion über die Sicherheitsanforderungen für 5G in Deutschland gefordert. „Deutschland muss die Parameter der Sicherheit definieren. Meiner Meinung nach ist das noch nicht abschließend geschehen. Wir müssen die Sicherheitsanforderungen für unser 5G-Netz klären“, sagte er der F.A.Z. Dabei bezog er sich auch auf die Debatte, ob Geräte des chinesischen Technikkonzerns Huawei im 5G-Netz zum Einsatz kommen sollen.

          Zur Huawei-Frage wollte Lepassaar keine Meinung äußern – das hänge von den Gegebenheiten im jeweiligen Land ab. Allerdings betonte Lepassaar, dass in den Netzen Ausrüstung mehrerer Anbieter eingesetzt werden müsse, um Risiken zu begrenzen. Auch in den Geräten europäischer Anbieter seien Fehler und Sicherheitslücken möglich. In Europa wiederum gibt es nur zwei wichtige Anbieter der nötigen Netzwerktechnik, nämlich Nokia und Ericsson. Aus den Vereinigten Staaten kommt Cisco.

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