Mayers Weltwirtschaft : Der Dollar ist viel zu stark

Amerikas übermächtige Währung wird für uns zum Problem. Die Lösung könnte ein digitaler Euro sein.
Noch während der Pressekonferenz von EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag beklagte sich der amerikanische Präsident Donald Trump per Twitter über die Stärke des Dollar und drängte die Federal Reserve zu weiteren Zinssenkungen. Doch den größten Anteil an der Dollarstärke hat er selbst zu verantworten. Mit seiner Unternehmenssteuerreform, die im Dezember 2017 in Kraft trat, hat er nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft verbessert, sondern auch die Nachfrage nach heimischen Gütern und Importen gestärkt. Der Anstieg der Zinsen in Amerika relativ zu den Zinsen in anderen Ländern zog Kapital an, mit dem die gestiegenen Importe finanziert werden konnten. Durch den Zufluss von Kapital stieg die Nachfrage nach Dollar, die den Wechselkurs trotz der von Trump gleichzeitig durchgedrückten Zollerhöhungen anhob.





