https://www.faz.net/-gqe-8a1u8

Apple : Schwache Nachfrage nach dem neuen iPhone?

  • Aktualisiert am

Das neue iPhone 6s in einem Laden in Palo Alto. Bild: Reuters

Ist das Interesse am iPhone 6s vergleichsweise gering? Ein Bankanalyst hat dafür angeblich ein wichtiges Indiz entdeckt. Die Börse reagierte sofort.

          Als der Technologiekonzern Apple unlängst seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt hatte, waren die Verkaufszahlen für das iPhone gewohnt gut. Gut ein Fünftel mehr seiner Smartphones verkaufte der Konzern als noch ein Jahr zuvor. Um das neueste Modell der Reihe, das iPhone 6s, machen sich nun zumindest einige Anleger an den Finanzmärkten Sorgen. Sie fürchten, dass die Nachfrage danach eher schwächer sein könnte.

          Kulbinder Garcha, der für die Schweizer Bank Credit Suisse Apple beobachtet, brachte am Dienstag eine Studie heraus und schrieb darin, dass Apple seine Komponenten-Bestellungen um 10 Prozent reduziert habe. „Diese Auftragskürzungen dürften angetrieben worden sein von der schwachen Nachfrage nach dem neuen iPhone 6s.“

          Er sagt nun eine geringere iPhone-Produktion für das Jahr 2016 voraus - und an der Börse sank der Aktienkurs von Apple um mehr als 3 Prozent, während der amerikanische Aktienmarkt ungefähr auf der Stelle getreten war. Kurse von Zulieferern wie Skyworks Solution und Avago Technologies gaben an der Technologiebörse Nasdaq um etwas mehr als 5 Prozent nach.

          6,5 Millionen Musik-Abonnenten

          In einem anderen Bereich geht Apple derweil weiter voran: Gut vier Monate nach dem Start macht Apple seinen Streaming-Musikdienst auch für Nutzer des Google-Betriebssystems Android verfügbar. Wie angekündigt gibt es die entsprechende App nun in Googles Download-Plattform Play Store - zunächst als sogenannte Beta-Version, die noch nicht alle Funktionen enthält.

          Die Verfügbarkeit auf Android kann für Apple ein wichtiger Faktor sein, um mehr Nutzer für den neuen Musik-Dienst zu gewinnen. Das Google-System hat einen Marktanteil von rund 80 Prozent im Smartphone-Absatz.

          Apple kam nach Ablauf der dreimonatigen Probezeit für die ersten Nutzer seines Musikdienstes auf 6,5 Millionen zahlende Abo-Kunden. Damit sprang der iPhone-Konzern aus dem Stand auf den zweiten Platz in dem Geschäft - nach dem schwedischen Marktführer Spotify, der rund 20 Millionen Abonnenten hat.

          Apple bietet Dienste meist vor allem mit Blick auf Nutzer der hauseigenen Geräte an, aber es gab bereits auch Ausnahmen. So bekam die Download-Plattform iTunes erst richtig Schwung, als der Konzern sie im Jahr 2003 auch für Windows-PCs verfügbar machte. Das war allerdings, bevor Apple vor allem mit dem iPhone einen großen eigenen Kundenstamm von Hunderten Millionen Nutzern aufgebaut hatte.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Von der Leyen und die EU : Die Hoffnungsträgerin

          An Enthusiasmus fehlt es der neuen EU-Kommissionspräsidentin nicht. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Ursula von der Leyen es schafft, ein breites Bündnis im Europaparlament für sich zu gewinnen.

          737 Max : Flugverbot kostet Boeing Milliarden

          Der amerikanische Konzern stellt sich nach den Abstürzen der 737-Max-Maschinen auf hohe Entschädigungen ein. Es könnte sogar noch schlimmer kommen. Doch die Investoren goutieren die Klarheit.
          Unsere Sprinter-Autorin: Rebecca Boucsein

          FAZ-Sprinter : Wiedersehen mit Greta und Abschied von unserem Wald

          Das Klimakabinett streitet über höhere Preise fürs Fliegen, Greta Thunberg reist mit dem Zug nach Berlin und Forstwirte bangen um einen tief in der deutschen Geschichte verwurzelten Baum. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.