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Klimagipfel : Deutschland will 1,5-Grad-Ziel im Klimavertrag

  • Aktualisiert am

Vor allem die Inselstaaten fürchten die Erderwärmung und wollen das 1,5-Grad-Ziel im Klimavertrag. Jetzt bekommen sie Unterstützung aus Deutschland. Bild: dpa

Mit der Bundesrepublik spricht sich nun auch ein Industriestaat für das 1,5-Grad aus. Die Inselstaaten freuen sich über einen „mutigen Akt der Solidarität“.

          Jetzt also auch ein Industrieland: Deutschland macht sich für die Aufnahme des 1,5-Grad-Ziels in den geplanten Weltklimavertrag stark. Die Zahl müsse im Text vorkommen, sagte Staatssekretär Jochen Flasbarth aus dem Umweltministerium am Donnerstag am Rande der Pariser UN-Klimakonferenz. Die Obergrenze für die Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter ist einer der Haupt-Knackpunkte der Verhandlungen.

          Bisher fasst die Weltgemeinschaft ein Ziel von zwei Grad ins Auge. Insbesondere vom Klimawandel bedrohte Länder wie die pazifischen Inselstaaten machen sich aber für 1,5 Grad stark. Eine Gruppe von 20 klimatisch gefährdeten Ländern begrüßte Flasbarths Aussage: „Ein Hurra für einen historischen, mutigen Akt der Solidarität“, hieß es auf dem Twitter-Account des „Climate Vulnerable Forum“, zu dem unter anderem die Philippinen und Bangladesch gehören.

          Bislang hatte sich noch kein Industriestaat für ein noch strikteres Ziel als die geplanten zwei Grad ausgesprochen. Selbst das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten geht einher mit der Entwertung großer Vermögen all jener Staaten, die ihren Wohlstand dem Export von Öl, Kohle und Gas verdanken. Da liegt es auf der Hand, dass Saudi-Arabien und Venezuela die Klimaverhandlungen blockieren, statt zu befördern. Die Weltklimakonferenz ist auch eine Weltwirtschaftskonferenz.

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