Obama sieht sich als führender Klimaschützer, Putin muss kaum CO2 einsparen, China beharrt auf Souveränität. So viel Aufmerksamkeit wie in Deutschland bekommt der Klimapakt sonst kaum.
Der Wirtschaftsnobelpreisträger Jean Tirole ist enttäuscht vom neuen Weltklimavertrag. Ohne ein weltweites System für den Emissionshandel und Kontrollen seien die Ziele nicht erreichbar.
Umweltministerin Hendricks fordert den sozialverträglichen Kohleausstieg. Derweil warnt die deutsche Industrie vor „überstürzten“ neuen Klimaschutzzielen.
Weil in Paris gelang, was sechs Jahre zuvor noch misslungen war, wird der Weltklimavertrag überschwänglich gelobt. Zu Unrecht. Es mangelt dem Abkommen an fast allem.
Nahezu alle Staaten haben sich in Paris auf den neuen Klimaschutz-Vertrag geeinigt. Auf keinem anderen Feld der Politik spricht die Welt so einhellig mit einer Stimme. Aber was ist das Papier wert, wenn der Alltag einkehrt? Eine Analyse.
Nach dem Auftakt mit 150 Staats- und Regierungschefs beginnen am heutigen Dienstag auf dem Klimagipfel in Paris die eigentlichen Verhandlungen. Russland hat das Kyoto-Protokoll mehr als erfüllt. Ein Vorbild ist das größte Flächenland der Erde trotzdem nicht. Im Gegenteil. Ein Kommentar.
Die Einigung auf dem Klimagipfel in Paris wird weltweit gefeiert. Doch die ersten Reaktionen zeigen auch: Die eigentliche Arbeit im Kampf gegen die fortschreitende Erderwärmung müssen die Staaten erst noch leisten.
Die internationale Gemeinschaft hat sich auf einen Weltklimavertrag verständigt. Die Pariser UN-Klimakonferenz nahm am Samstag die Vereinbarung zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad an.
Es ist paradox: Die Wirtschaft soll eine Kehrtwende hinlegen, um das Weltklima zu retten. Doch mitreden dürfen die Unternehmen bei der Konferenz in Paris nur am Rande. Dabei hätten die Vorstandschefs einiges zu sagen.
Jetzt soll nichts mehr schiefgehen: Kurz vor Ende der Klimakonferenz beschwört Frankreichs Präsident die Teilnehmer. Es ist ein Appell in letzter Minute – nun müssen sie über den Weltklimavertrag entscheiden.
Nach zweiwöchigem Ringen haben sich die Unterhändler des Klimagipfels den Gastgebern zufolge auf einen Entwurf geeinigt. Vor allem die Frage nach Finanzhilfen für Entwicklungsländer hatte die Verhandlungen zuletzt ins Stocken gebracht.
Ästhetisch wertvoll, in der Ausführung mangelhaft - Klimaforscher machen in Paris bis zur letzten Minute mobil, verlangen weniger Widersprüche und mehr Substanz im Klimaabkommen. Das Hauptziel sehen sie in Gefahr.
Die Minimalisten können sich warm anziehen: Auf dem Klimagipfel hat sich eine große Koalition mit Berlin, Brüssel und Washinton an der Spitze gebildet. Ihr Ziel: Zu verhindern, dass der Vertrag verwässert wird. Die Allianz hat allerdings auch ein Handikap.
Vom Klimawandel stark betroffene Länder könnten bald in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft werden. Am stärksten betroffen sind Staaten der Karibik und in Südostasien.
Über Chinas Hauptstadt wird eine neue Dunstschicht erwartet. Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen und selbst Autos dürfen nur beschränkt fahren.
In Paris übernehmen jetzt die Minister die Verhandlungen über ein Klimaabkommen. Mit der Unterstützung von 14 Vermittlern. Klar ist, dass marktwirtschaftliche Überlegungen ein wichtiger Katalysator sind.
Die Industrieländer wollen 180 Millionen Menschen gegen die Folgen des Klimawandels versichern. Und auch sonst treiben vor allem Geldzusagen die Verhandlungen an.
Die Hoffnung auf Frieden und der Kampf gegen den Klimawandel gehören zusammen. Denn der Ausstieg aus fossilen Energien kann nicht nur das Klima retten, sondern auch die Sicherheit auf der Welt erhöhen. Ein Gastbeitrag.
Mit der Bundesrepublik spricht sich nun auch ein Industriestaat für das 1,5-Grad aus. Die Inselstaaten freuen sich über einen „mutigen Akt der Solidarität“.
Auf dem Klimagipfel in Paris geht es nicht richtig voran. Fortschritte kommen derweil aus Berlin: Die Bundesregierung will klimaneutral reisen – zumindest auf dem Papier.
Die Staatschefs auf der Weltklimakonferenz in Berlin wollen im Kampf gegen den Klimawandel mehr Marktwirtschaft wagen und den Ausstoß von Kohlendioxid verteuern.
Vermummte Gestalten, leere Kaufhäuser, Bagger dürfen nicht fahren. Peking schlägt Smog-Alarm – schreckt vor der höchsten Warnstufe aber zurück und lässt Millionen von Autos weiter fahren.
Chinas Behörden haben aufgrund der hohen Belastungen 2100 Fabriken vorübergehend geschlossen. Der Smog ist so dicht, dass Flugzeuge in Peking und Schanghai am Boden bleiben müssen.
Der erste Tag der Weltklimakonferenz war geprägt von vielen gemeinsamen Bekundungen der angereisten Staatschefs. Die eigentliche Arbeit beginnt aber erst jetzt.
Deutschland will zwei Gigawatt in erneuerbare Energien in Afrika finanzieren +++ China ächzt unter dem Smog +++ In Paris beginnen die eigentlichen Verhandlungen
Viele Erwartungen an die Weltklimakonferenz, die am Montag in Paris beginnt, werden am Ende enttäuscht werden. Die Zeit, die bleibt, um das 2-Grad-Ziel zu erreichen, wird knapp. Was macht die Verhandlungen so schwierig?
An diesem Montagvormittag beginnt der Klimagipfel in Paris – aber ohne die üblichen Demonstrationen von Umwelt-NGOs. Denn die wurden nach den Anschlägen vom 13. November verboten. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus.