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Bidens Klimapläne : Klimapolitik, getarnt

Bald sollen sich auch vor der amerikanischen Küster die Windräder drehen Bild: dpa

Der amerikanische Präsident Joe Biden will im großen Stil Windenergie vom Meer gewinnen. Vorher muss er Überzeugungsarbeit im skeptischen Hinterland leisten.

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          Präsident Joe Bidens Beiträge zur Klimapolitik klingen wie staatliche Beschäftigungsprogramme zur Förderung von gewerkschaftlich organisierten Arbeitsplätzen in alten Industrien. Mit dem Versprechen blühender Stahlwerke, Werften und Häfen will Biden ein skeptisches Hinterland von den Vorzügen des Umbaus der Industrie hin zu einer klimaneutralen Wirtschaftsweise überzeugen.

          Der amerikanische Präsident braucht die Zustimmung einer eher konservativ gesonnenen Basis, um sein Billionen Dollar schweres Klimaprogramm durch den Kongress zu bringen. Gemäßigte Demokraten wie Joe Manchin, der Senator aus der Bergbauhochburg West-Virginia, wollen nur zustimmen, wenn auch Republikaner mit im Boot sind.

          Die ohnehin komplizierte Angelegenheit wird noch komplizierter durch die republikanische Basis. Deren Mehrheit hält die Klimaerwärmung ohnehin für eine pure Erfindung, könnte aber eventuell darüber hinwegsehen, wenn sie gut bezahlte Arbeitsplätze bekommt. Das ist offenbar Bidens Kalkül. Wenn einem Politiker dieser Spagat gelingen kann, dann ihm.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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