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Kniff des Arbeitsministers : Heil will tarifgebundenen Firmen Steuerrabatt geben

  • Aktualisiert am

Der Minister als Vorkämpfer für höhere Löhne: Hubertus Heil auf einer Gewerkschaftsdemonstration. Bild: Reuters

Nur rund die Hälfte der Unternehmen in Deutschland sind einem Tarifvertrag unterworfen. Der Arbeitsminister will, dass das mehr werden. Er hat eine kreative Idee.

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          Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich für Steuerrabatte für tarifgebundene Unternehmen ausgesprochen. „Wir sollten über Anreize für eine höhere Tarifbindung nachdenken“, sagte das SPD-Präsidiumsmitglied der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag). „Weil die Tarifbindung eine Art öffentliches Gut ist, könnten wir sie als Gesetzgeber belohnen.“

          „Der Staat sollte tarifgebundene Unternehmen steuerlich besser behandeln als nicht tarifgebundene“, sagte er. Zudem könnten Aufträge der öffentlichen Hand nur noch an Unternehmen gehen, die sich an die Tarifverträge ihrer jeweiligen Branche halten. Nur noch 50 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind laut Heil tarifgebunden.

          Ihm sei klar, dass diese und andere Vorschläge etwa für eine Hartz-IV-Reform nicht Gegenstand des Koalitionsvertrages mit der Union seien, sagte der SPD-Politiker: „Es ist jenseits des bereits Vereinbarten aber nicht verboten, neue Ideen umzusetzen, wenn wir uns in der Koalition darüber einig sind.“

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