Grammer-Hauptversammlung : „Raubkapitalismus übelster Sorte“

Es war ein stundenlanger heftiger Schlagabtausch: Die Hauptversammlung des Autozulieferers Grammer zog sich bis in den Abend. Am Ende scheiterte die bosnische Unternehmerfamilie Hastor mit ihren Anträgen zum Manager-Wechsel.
Nach heftigem öffentlichen Streit über die Zukunft des Autozulieferers Grammer ist der Großaktionär Hastor mit seinen Plänen zur Machtübernahme vorerst gescheitert. Die Hauptversammlung in Amberg ließ den unbeliebten Investor am Mittwoch mit seinen Anträgen zur Neubesetzung der Firmenspitze abblitzen. Hastor wollte unter anderem Grammer-Chef Hartmut Müller stürzen und eigene Leute in den Aufsichtsrat schicken. Die Aktionäre entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat aber mit großer Mehrheit und lehnten es ab, Müller und seinen Kollegen das Vertrauen zu entziehen. Vertreter der beiden Investmentvehikel des Großaktionärs warfen Vorstand und Aufsichtsrat auf dem Aktionärstreffen zahlreiche Verfehlungen vor und kündigten rechtliche Konsequenzen an.





