FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Organisiertes Verbrechen :
Wie die Mafia die Landwirtschaft untergräbt

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Alle Branchen im Blick: Die italienische Mafia interessiert sich auch für EU-Gelder an die Land­wirtschaft – zum Beispiel auf der besonders fruchtbaren Insel Sizilien.
Alle Branchen im Blick: Die italienische Mafia interessiert sich auch für EU-Gelder an die Land­wirtschaft – zum Beispiel auf der besonders fruchtbaren Insel Sizilien.Anzenberger

Das EU-Parlament bemängelt, dass Hilfsgelder verschwinden. Die Dunkelziffer liegt hoch. Es gäbe Fortschritte im Kampf gegen die Mafia, doch wegen der hohen Überweisungen drohen Gefahren.

Mafiosi stellt man sich in Europas Norden gerne als Herren in feinen Anzügen und edlen Schuhen vor. Dabei tarnen sie sich gerne – etwa als Landwirte. Über keinen Ausgabenposten verteilt die Europäische Union so viel Geld wie über das System der gemeinsamen Agrarpolitik. Der europäische Wiederaufbaufonds kommt nun hinzu. So ist es nicht überraschend, dass Italien immer wieder ins Visier der Kontrolleure geraten ist. Das Land ist mit 190 Milliarden Euro der größte Empfänger jener europäischen Wiederaufbauhilfen, die während der Pandemie beschlossen wurden, und Italien war schon immer ein großer Bezieher von Agrarhilfen. Verschiedene Mafia-Organisationen wittern hier eine Chance, öffentliche Gelder abzugreifen.

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