FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Scholz auf Energie-Reise :
Energiegeschäfte am Golf

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Frau in Führungsposition: Die Ministerin für Klimawandel und Umwelt der Vereinigten Arabischen Emirate mit Bundeskanzler Olaf Scholz im Jubail Mangroven Park.
Frau in Führungsposition: Die Ministerin für Klimawandel und Umwelt der Vereinigten Arabischen Emirate mit Bundeskanzler Olaf Scholz im Jubail Mangroven Park.dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz sucht nach Alternativen zu russischem Gas.

Am Ende der zweitägigen Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) an den Golf stehen tatsächlich Abschlüsse. RWE hat in Abu Dhabi mit dem Staatsunternehmen Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) einen Vertrag über 137 000 Kubikmeter Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG) geschlossen. Die Lieferung soll noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden und Ende Dezember in Deutschland eintreffen. „Es wird das erste Flüssiggas sein, das über das Importterminal in Brunsbüttel für den deutschen Gasmarkt bereitgestellt wird“, teilte das deutsche Unternehmen stolz mit. Darüber hinaus gibt es nach seinen Angaben eine Absichtserklärung für weitere LNG-Lieferungen in den kommenden Jahren, die 2023 beginnen sollen. Unabhängig davon vereinbarten die Firma Hoyer und ADNOC den Kauf von mehr als 33 000 Tonnen Diesel, die noch im September geliefert werden sollen. Weitere Diesellieferungen monatlich bis zu 250 000 Tonnen sind avisiert. Dass aus Frankreich ausgerechnet an dem Tag, an dem Scholz die Emirate am Golf besucht, der Energiekonzern Total ein Gasgeschäft über 1,5 Milliarden Euro mit dem Land verkündet, kann als wenig freundliches Reingrätschen von außen gesehen werden.

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