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Wu Ken im Interview : Müssen wir uns vor China fürchten, Herr Botschafter?

Der neue chinesische Botschafter Wu Ken beim Interviewtermin in der chinesischen Botschaft in Berlin: Den Vorwurf, der chinesische Konzern Huawei sei regierungsnah, bezeichnet er als Mobbing gegen chinesische Tech-Unternehmen. Bild: Matthias Lüdecke

Wu Ken ist Chinas neuer Botschafter in Deutschland. Ein Gespräch über das Ringen mit dem Westen, unfairen Handel und den Charme von Überwachungskameras.

          6 Min.

          Herr Wu, China investiert Milliarden in eine neue Seidenstraße mit Handelsrouten Richtung Europa und Afrika. Wollen Sie andere Länder in Ihre Abhängigkeit bringen?

          Inge Kloepfer
          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Wir wollen mit unseren Partnern einen Weg in die Moderne gehen, mehr Verbundenheit und Wohlstand für die Menschen schaffen. Die neue Seidenstraße ist eine Plattform für die Zusammenarbeit aller Länder, die sich daran beteiligen wollen. 38 Staats- und Regierungschefs haben vor einer Woche in Peking am zweiten Forum der Initiative teilgenommen, 127 Länder und 29 internationale Organisationen haben bereits Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Darunter sind 17 EU-Mitgliedstaaten wie Griechenland und Italien, darüber hinaus die Schweiz. Leider ist Deutschland hier noch ein bisschen zurückhaltend.

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