FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Zahlen der Deutschen Bahn :
So schlecht wie noch nie

Von
Kerstin Schwenn, Berlin
Lesezeit:
Richard Lutz
Richard Lutzdpa

Wegen Corona schreibt die Deutsche Bahn einen Milliardenverlust. Die Position von Unternehmenschef Richard Lutz ist trotzdem gestärkt. Das „Bahn-Paradoxon“ nennt es einer seiner Mitarbeiter.

Zu Jahresbeginn wähnte sich der Konzern noch als Klimaretter auf dem Weg zu neuen Fahrgastrekorden im prestigeträchtigen Personenverkehr und zu neuen Ufern im ewig schwächelnden Güterverkehr. Der Himmel über der Deutschen Bahn strahlte – dann kam das Virus. Bahn-Chef Richard Lutz wird auf der Halbjahres-Pressekonferenz am 30. Juli ein Defizit in der Konzernbilanz melden müssen, dessen Dramatik nur dadurch gemildert wird, dass seit Corona überall bloß noch in Milliarden gerechnet wird. Die Deutsche Bahn steht zurzeit finanziell so schlecht da wie noch nie seit der Bahnreform vor gut 25 Jahren.

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