Abgasskandal : VW denkt über Entschädigungen nach

Der neue Markenvorstand zeigt den Schulterschluss mit dem Betriebsrat. Obwohl der Absatz um mehr als 5 Prozent zurückgeht, soll sich die Belegschaft sicher fühlen.
Trotz der Vertrauenskrise bei seinen Kunden und der immensen Kosten für den Abgasskandal will Volkswagen bei den Stammbeschäftigten keine Arbeitsplätze abbauen. „Ich sehe keine Bedrohung für die Stammbelegschaft“, sagte VW-Markenchef Herbert Diess in Wolfsburg am Freitag der dpa. Um dieser Botschaft an die durch den Skandal verunsicherten Mitarbeiter von VW mehr Nachdruck zu geben, machte Diess diese Zusage gemeinsam mit dem Konzern-Betriebsratschef Bernd Osterloh, der als einer der einflussreichsten Männer im Unternehmen gilt. Der demonstrative Schulterschluss zwischen dem neuen VW-Markenchef und dem Gewerkschafter sollte öffentlich zeigen, dass sich die Machtbalance bei VW durch den Skandal nicht verschoben hat. Osterloh hatte Ende letzter Woche beklagt, dass die neue VW-Führung unter Vorstandschef Matthias Müller einseitig und ohne Rücksprache mit der Arbeitnehmerseite Sparmaßnahmen beschließe. Müller reagierte prompt und sicherte Osterloh eine engere Zusammenarbeit bei der Lösung der Abgaskrise zu.





