Nach Amerika-Reise : Bei VW ist man mit dem Chef nicht zufrieden

Mit dem Amerika-Besuch des Chefs sind die Wolfsburger nicht glücklich. Das Präsidium des VW-Aufsichtsrats trifft sich nächste Woche. Auf Vorstandschef Matthias Müller warten kritische Fragen.
Volkswagen-Chef Matthias Müller wird sich kritische Fragen anhören müssen, wenn er Anfang der nächsten Woche dem Aufsichtsratspräsidium von VW über die Ergebnisse seiner Amerikareise berichtet. „Amüsiert waren wir nicht gerade, über das, was dort passiert ist“, hieß es im Umfeld einiger Mitglieder. Es sei fatal, dass in den Vereinigten Staaten der Eindruck entstanden sei, das neue Management von Volkswagen habe im Abgasskandal womöglich kein Unrechtsbewusstsein. Müllers Fauxpas bei einem Radiointerview, in dem er genau diesen Eindruck erweckte, bescherte Volkswagen vor dem Treffen mit der Chefin der amerikanischen Umweltbehörde EPA, Gina McCarthy, ein PR-Debakel. Müller hatte den Abgasskandal als „technisches Problem“ gewertet. Auf die Frage eines Reporters nach der ethischen Dimension zeigte er sich irritiert. „Wir haben nicht gelogen. Wir haben die Frage anfangs nicht verstanden, und dann haben wir seit 2014 daran gearbeitet, das Problem zu lösen“, sagte Müller dem Sender NPR. In Aufsichtsratskreisen hatte das am Dienstag für erhebliche Verärgerung gesorgt.





