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Weitere Nachrichten : EZB könnte Griechenland die Schuldenaufnahme erleichtern

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EZB-Zentrale im Dunkeln Bild: dpa

Die EZB könnte im Falle einer bevorstehenden Einigung die Obergrenze für die Ausgabe von griechischen Geldmarktpapieren anheben. Die G7 will ihren Aktionsplan gegen Steuerflucht umsetzen.

          Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte nach Informationen aus Bankenkreisen der Regierung in Athen im Falle einer bevorstehenden Einigung im Schuldenstreit die Geldaufnahme am Kreditmarkt erleichtern. Die Obergrenze für die Ausgabe von Geldmarktpapieren könnte angehoben werden, wenn es glaubhaft sei, dass die Euro-Zone die ausstehenden Hilfsgelder zahlen werde, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch. Ein entsprechendes Signal könne sein, wenn die Europäische Zentralbank und nationale Notenbanken 1,9 Milliarden Euro an Gewinnen überwiesen, die sie mit griechischen Staatsanleihen erzielt hätten. Die EZB wollte dazu keine Stellung nehmen.

          Die Ausgabe von Geldmarktpapieren mit kurzer Laufzeit ist die einzige Möglichkeit für die Regierung in Athen, sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Die von den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds gesetzte Obergrenze von 15 Milliarden Euro ist aber ausgeschöpft. (Reuters)

          G7 will Aktionsplan gegen Steuerflucht umsetzen

          Das G7-Finanztreffen in Dresden will bis Ende des Jahres den Aktionsplan gegen Steuerflucht und Steuervermeidungsstrategien international tätiger Konzerne umsetzen und ihn durch weitere Maßnahmen ergänzen. Man halte an den Fristen fest, die für die sogenannte BEPS-Initiative gegen steuersparende Gewinnverlagerungen und Gewinnkürzungen vor zwei Jahren beschlossen worden waren, hieß es am Mittwoch aus deutschen Delegationskreisen nach vorbereitenden Gesprächen. Dieser BEPS-Aktionsplan enthält 15 Einzelmaßnahmen, mit denen Steuerflucht von weltweit tätigen Konzernen verhindert werden soll. Was es nicht mehr geben dürfe, sei, dass einzelne Unternehmen weltweit überhaupt keine Steuern mehr zahlten, hieß es in den Kreisen. (Reuters)

          Exportwerte schieben Börse in Tokio an

          Der japanische Aktienmarkt hat am Donnerstag den zehnten Tag in Folge Gewinne verzeichnet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte zum Ende des Vormittagshandels 0,7 Prozent im Plus bei 20.609 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,9 Prozent auf 1676 Zähler zu.

          Der Dollar kletterte in Erwartung einer Zinserhöhung in den Vereinigten Staaten zum Yen zeitweise auf ein Acht-Jahreshoch. Dies ließ Anleger insbesondere bei Titeln exportorientierter Unternehmen zugreifen. Von einem höheren Dollarkurs erhoffen sie sich bei Exportunternehmen steigende Gewinne.

          Der Euro wurde in Fernost kaum verändert mit 1,0913 Dollar nach 1,0904 Dollar im New York gehandelt. Zum Yen notierte die amerikanischen Währung bei 123,85 Yen nachdem sie zeitweise bis auf 124,09 Yen gestiegen war. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9483 Franken je Dollar und 1,0350 Franken je Euro gehandelt. (Reuters)

          Deutsche Wohnen will mit Kapitalerhöhung 900 Millionen Euro erlösen

          Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen will mit seiner vor einer Woche angekündigten Kapitalerhöhung brutto rund 907 Millionen Euro erlösen. Der Bezugspreis für die knapp 42,2 Millionen neuen Aktien sei auf 21,50 Euro festgesetzt worden, teilte die Gesellschaft am Mittwochabend mit. Zunächst hatte sich Deutsche Wohnen beim Erlös ein Ziel von 875 bis 950 Millionen Euro gesteckt. Im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz sackte der Aktienkurs des Immobilienkonzerns um gut ein Prozent ab.

          Mit dem frischen Geld soll vor allem die Übernahme von 6500 mehrheitlich in Berlin befindlichen Wohneinheiten finanziert werden. Durch den Zukauf steigt die Zahl der Immobilien auf etwas mehr als 155.000. (dpa-AFX)

          Avago will Broadcom kaufen

          Der Chiphersteller Avago Technologies will angeblich den Wettbewerber Broadcom kaufen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch. Die Gespräche seien fortgeschritten. Die Bedingungen für das Geschäft und dessen Zeitpunkt seien noch unklar. Beide Unternehmen waren zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Broadcom litt zuletzt unter dem scharfen Wettbewerb mit Konkurrenten wie Qualcomm oder MediaTek. Die Nachricht sorgte an der Börse für Aufsehen. Die amerikanischen Chipaktien legten deutlich zu. Broadcom-Papiere verteuerten sich um fast 15 Prozent, Avago-Anteilsscheine stiegen rund acht Prozent, Nvidia -Papiere 4,5 Prozent und Intel -Aktien gewannen 1,9 Prozent. (Reuters)

          Finanzinvestor Cinven kauft Labordienstleister Labco

          Die europäische Beteiligungsgesellschaft Cinven will nach Informationen eines Insiders den französischen Labordienstleister Labco für 1,2 Milliarden Euro übernehmen. Eine Transaktion könnte bereits am Donnerstag bekanntgegeben werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Bei Cinven und Labco war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Unternehmen für medizinische Diagnostik hatte wegen Kursturbulenzen an den globalen Finanzmärkten vor zwei Wochen einen geplanten Börsengang an der Euronext Paris mit einem Volumen von 545 Millionen Euro abgesagt. Im vergangenen Jahr setzte Labco 650 Millionen Euro um. (Reuters)

          CA Immo profitiert von geringeren Finanzierungskosten

          Die österreichische Immobilienfirma CA Immo hat im ersten Quartal dank niedrigerer Finanzierungskosten ihren Gewinn deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis legte um rund 39 Prozent auf 19,3 Millionen Euro zu, wie der auf Bürogebäude spezialisierte Konzern am Mittwochabend mitteilte. Die in der Branche vielbeachteten Einnahmen aus dem operativen Geschäft (FFO) verbesserten sich aufgrund der geringeren Verschuldung um etwa 36 Prozent auf 21,8 Millionen Euro. Fürs Gesamtjahr erwartet Firmenchef Bruno Ettenauer „eine weiter steigende operative Profitabilität“. Dies soll letztlich eine Dividendenerhöhung auf 50 Cent je Aktie ermöglichen. Zuletzt lag die Ausschüttung bei 45 Cent je Anteilsschein. (Reuters)

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