https://www.faz.net/-gqe-8bfuo

Weitere Nachrichten : Argentinien gibt Devisenhandel frei

  • Aktualisiert am

Noch kann Argentiniens neuer Präsident, Mauricio Macri, feiern Bild: dpa

Nach der Freigabe des Handels wird eine starke Abwertung des argentinischen Peso erwartet. Viele Leuchtmittel verbrauchen mehr Strom als angegeben.

          5 Min.

          Die neue argentinische Regierung von Präsident Mauricio Macri hat die seit etwa vier Jahren geltenden Devisenkontrollen weitgehend aufgehoben. Ab Donnerstag werde es für alle Akteure am Markt einen einheitlichen Kurs des Peso zum amerikanischen Dollar geben, der frei gehandelt werden könne, erklärte Finanzminister Alfonso Prat-Gay am Mittwoch in Buenos Aires. Mit der Freigabe des Devisenhandels wird eine starke Abwertung der argentinischen Währung erwartet.

          Die Zentralbank werde im Devisenmarkt intervenieren, um übermäßigen Schwankungen vorzubeugen, kündigte der Minister an. Rund 20 Milliarden Dollar (18,2 Milliarden Euro) sollen aus verschiedenen Quellen im Laufe der kommenden vier Wochen in die Zentralbank fließen, um die im vergangenen Jahr auf knapp 25 Milliarden Dollar geschrumpften Devisenreserven zu stärken, erklärte Prat-Gay.

          Die Freigabe des Devisenhandels war eines der wichtigsten Wahlversprechen Macris, der vor einer Woche das Präsidentenamt übernahm. Seine Vorgängerin Cristina Fernández de Kirchner hatte Ende 2011 den Devisenhandel stark eingeschränkt, um den starken Abfluss von Devisen zu stoppen. Sowohl Importe als auch Überweisungen von Gewinnen der Filialen internationaler Unternehmen an ihre Stammhäuser waren von den Maßnahmen betroffen.

          Bisher war ein täglich wechselnder Wechselkurs zum Dollar festgelegt, zuletzt von 9,83 Peso. Es gab aber für bestimmte Bereiche Ausnahmen und andere Kurse. Auf dem Schwarzmarkt wurde der Dollar zuletzt für 14,55 Peso gehandelt. Die Zentralbank hatte am Dienstag den Leitzins auf 38 Prozent angehoben, um eine Flucht der Sparer in Dollar-Investitionen zu verhindern. (dpa-AFX)

          Viele Leuchtmittel verbrauchen mehr Strom als angegeben

          Viele Lampen verbrauchen einem Zeitungsbericht zufolge deutlich mehr Strom und liefern weniger Licht als auf der Packung steht. Der EU-Kommission sei die legale Schummelei der Hersteller zwar schon seit Jahren bekannt, sie dulde die Tricks aber immer noch, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstag). Das Schlupfloch gelte für alle Typen von Haushalts-Leuchten, Halogen- genauso wie Energiespar- oder LED-Lampen.

          Laut "Süddeutscher Zeitung" gibt es für jede Produktkategorie Fehlertoleranzen für die Messung. Eine Sprecherin der EU-Kommission wird mit den Worten zitiert: "In der Tat haben wir 2011/2012 herausgefunden, dass Leuchtenhersteller diese Toleranzen auf die Leistung, die sie für ihre Lampen messen, aufschlagen." Die Brüsseler Behörde werde deshalb die Ökodesign-Anforderungen für Lampen nächstes Jahr überarbeiten. (dpa-AFX)

          Asiens Börsen legen nach amerikanischer Zinswende zu

          Die Zinswende der amerikanischen Notenbank hat am Donnerstag Asiens Aktienmärkten Auftrieb verliehen. Sie sei Ausdruck der Stärke der weltweit größten Volkswirtschaft, sagten Händler. Dass die Fed die Zinsen erstmals seit fast zehn Jahren erhöht habe, sorge für Erleichterung. Nach mehreren Anläufen habe die Zentralbank den Schritt endlich vollzogen. Zudem signalisierte die Fed, dass sie die Geldpolitik nur behutsam weiter straffen will, was zusätzlich zur guten Stimmung beitrug.

          Topmeldungen

          Mehr als Vater, Mutter, Kind: Frau Kirschey ist 98 Jahre alt und hat Covid-19 im März mit einem leichten Verlauf überstanden. Hier mit Tochter und Urenkelin.

          Zusammenhalt in Corona-Zeiten : Familie ist mehr!

          Seit mehr als neun Monaten hält uns die Pandemie in Atem. Für die Familien werden die Zeiten nicht einfacher. Und die Politik sendet fatale Signale. Ein Essay.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.