Insidergeschäfte : Der Sheriff der Wall Street wird entwaffnet

Ein Berufungsgericht hebt die Verurteilung von zwei prominenten Hedgefonds-Managern wegen Insiderhandels auf. Das könnte weitreichende Auswirkungen auf die Kampagne des New Yorker Bundesstaatsanwalts Preet Bharara gegen die Wall Street haben.
Die Ergebnisse der seit einigen Jahren laufenden Kampagne gegen illegalen Insiderhandel an der Wall Street waren aus Sicht des New Yorker Bundesstaatsanwalts Preet Bharara bisher nahezu perfekt. Alle Informanten und Hedgefonds-Manager, die sich gegen Bhararas Vorwürfe vor Gericht verantworteten, wurden von Geschworenen schuldig gesprochen. Darunter waren schillernde Wirtschaftsgrößen wie Rajat Gupta, der ehemalige Chef der Unternehmensberatung McKinsey, der Geheimnisse aus dem Aufsichtsrat von Goldman Sachs ausgeplaudert hatte und deswegen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Weniger illustre Personen bekannten sich schuldig und kooperierten mit den Behörden, um geringere Strafen zu erhalten. In fast 90 Fällen hat es entweder einen Schuldspruch oder ein Geständnis gegeben.





