Good Morning aus Amerika: Patrick Welter : Harte Zeiten für Amerika

Amerikas Konjunktur ist gefährdet. Heute schon sind die Unternehmensnachrichten nicht gut. Und zum Jahresbeginn werden einige Steuern automatisch steigen - wenn sich die Politiker nicht rechtzeitig einigen. Die Notenbank plant schon mal, ihre lockere Geldpolitik fortzusetzen.
Wie geht es mit Amerikas Wirtschaft weiter? Das ist derzeit enorm unsicher - und zwar wegen eines Problems mit dem Namen „Fiscal Cliff“ (“Fiskalische Klippe“): Zum Jahresbeginn fallen automatisch einige Steuererleichterungen weg, gleichzeitig fallen einige Ausgaben weg.
Die Idee dahinter: Die Konjunkturprogramme, aufgelegt in der Finanzkrise, sollten automatisch auslaufen. Für den hoch verschuldeten Staatshaushalt Amerikas wäre das auch gut. Doch die Wirtschaft ist noch schwach - schwächer, als damals erhofft. Also wächst die Angst, dass die „Fiskalische Klippe“ die Geldpolitik abwürgt.
Die Notenbank hält schon mal an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Zumindest einige Mitglieder ihres Direktoriums wollen im kommenden Jahr noch mehr Hypothekenpapiere kaufen, um die Wirtschaft anzukurbeln - und zwar, wenn das alte Anleihentauschprogramm „Operation Twist“ ausgelaufen ist. Derzeit kauft die Fed jeden Monat Hypothekenpapiere im Wert von 40 Milliarden Dollar.
Doch bisher haben all diese Programme wenig gewirkt. Das zeigen auch die Geschäftszahlen amerikanischer Unternehmen, die am Mittwochabend gekommen sind. Die Aktionäre sind enttäuscht, der Dow Jones sinkt um mehr als ein Prozent, der Nasdaq-Index ebenfalls. Nur nachbörslich ging es ein kleines bisschen nach oben, nämlich um 0,1 Prozent.





