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Weitere Nachrichten : Brexit kostet Finanzfirmen 21,5 Milliarden Euro

  • Aktualisiert am

Wie lange noch? Der britische Union Jack vor der Europäischen Kommission in Brüssel Bild: dpa

Die Ölproduzenten bei Fort McMurray könnten Betrieb schon bald wieder aufnehmen. Bilfinger verliert vor der Hauptversammlung zwei Aufsichtsräte und Mitsubishi hat angeblich die meisten Modelle falsch getestet.

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          Ein Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union könnte einer Studie zufolge die Finanzfirmen des Landes in den kommenden zehn Jahren umgerechnet etwa 21,5 Milliarden Euro kosten. Es werde eine Dekade der Unsicherheit geben, schrieben die Experten der Regulierungs-Beratungsfirma JWG in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Die Unternehmen müssten sich in dieser Zeit auf neue Vorschriften einstellen, zugleich seien sie daran interessiert, ihre Geschäfte weiter wie gehabt zu betreiben. "Die ultimativen Gewinner werden die Berater, Anwälte und Technologieexperten sein", hieß es. Die Briten stimmen im Juni in einem Referendum über die Zukunft ihres Landes in Europa ab.

          Die großen Unternehmen des Landes stellen sich auf einen Kursverfall des Pfund um mehr als zehn Prozent ein, sollte Großbritannien die EU verlassen. Vier Fünftel dieser Firmen hätten bereits entsprechende Absicherungsgeschäfte abgeschlossen, ergab eine Umfrage der Banken-Experten von East&Partners. Kleine und mittelgroße Unternehmen hätten geringere Bedenken. Seit Anfang Dezember hat das Pfund etwa zehn Prozent an Wert verloren. (Reuters)

          Ölproduzenten bei Fort McMurray können Betrieb bald wieder aufnehmen

          Die Ölproduzenten nördlich der teilweise niedergebrannten kanadischen Stadt Fort McMurray können ihre Anlagen möglicherweise innerhalb von Wochen wieder hochfahren. Diese seien bei den verheerenden Waldbränden in der Provinz Alberta nicht beschädigt worden, sagte die dortige Regierungschefin Rachel Notley nach einem Treffen mit Unternehmensvertretern am Dienstag. Nach Schätzungen des Analysehauses Energy Aspects fällt wegen der Brände vorübergehend die Produktion von 2,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl pro Tag aus.

          Das Ausmaß der Zerstörung fiel in Fort McMurray aber deutlich geringer aus als zunächst befürchtet: 90 Prozent der Stadt mit rund 80.000 Einwohnern seien intakt, sagte Notley. Tote und Verletzte im direkten Zusammenhang mit den Bränden gab es Behörden zufolge nicht. (dpa)

          Bilfinger verliert vor Hauptversammlung zwei Aufsichtsräte

          Weitern unruhige Zeiten bei Bilfinger. Nur einen Monat, nachdem Per Utnegaard seinen Rückzug von der Spitze des Konzerns angekündigt hatte, verlassen nun zwei Aufsichtsratsmitglieder das Kontrollgremium des Baudienstleisters.

          Wie Bilfinger am Dienstag mitteilte, steht John Feldmann für eine Wiederwahl in den Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung an diesem Mittwoch nicht mehr zur Verfügung. Grund dafür seien unterschiedliche Auffassungen im Aufsichtsrat "zu Strategie und Positionierung von Bilfinger". Zudem kündigte Hans Peter Ring an, "aus persönlichen Gründen" für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung zu stehen. (dpa-AFX)

          Mitsubishi hat angeblich die meisten Modelle falsch getestet

          Der japanische Autohersteller Mitsubishi hat einem Zeitungsbericht zufolge unangemessene Verbrauchstests bei fast allen seit 1991 in Japan verkauften Fahrzeugmodellen eingesetzt. Betroffen seien Dutzende Fahrzeugtypen, darunter der Geländewagen Pajero oder die Limousine Lancer, berichtete die Zeitung Asahi am Dienstag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab und verwies auf laufende Ermittlungen.

          Mitsubishi hatte im vergangenen Monat eingeräumt, die Verbrauchstests bei vier Miniautos manipuliert zu haben. Zudem gab das Unternehmen zu, seit 1991 ein Testverfahren eingesetzt zu haben, das nicht den japanischen Standards entspricht. Diese spiegeln das Fahren im zähflüssigen Stadtverkehr wider, während in den Vereinigten Staaten Autobahnfahrten eine größere Bedeutung haben. Das Transportministerium in Tokio hat deswegen Ermittlungen eingeleitet. Mitsubishi soll bis zum Mittwoch Stellung beziehen. (Reuters)

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