FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);50 Jahre Concorde :
Plötzlich ist die Welt so klein

Von
Jürgen Schelling
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Die Concorde 001 landet 1969 in Toulouse.
Die Concorde 001 landet 1969 in Toulouse.AFP

Am 2. März 1969 fliegt die Concorde zum ersten Mal. Die doppelt überschallschnelle Passagiermaschine ist eine Revolution für die zivile Luftfahrt. Sie endet in einer Tragödie.

Es ist die Zeit des Wirtschaftswunders. Auf den Straßen rollt Mitte der fünfziger Jahre in Deutschland vor allem der Käfer. In Frankreich beginnt der 2CV von Citroën seinen Siegeszug, in Britannien rollen noch viele Vorkriegsfahrzeuge und natürlich seit 1948 der Land Rover. In der Zivilluftfahrt sind Propellermaschinen wie Lockheed Super Constellation oder Douglas DC-6B mit jeweils vier Sternmotoren der letzte Schrei. Jet-Airliner wie die DeHavilland Comet fliegen zwar schon, machen aber mit ungeklärten Abstürzen Schlagzeilen. Der Fortschrittsglaube in dieser Ära ist dennoch so ungebrochen, dass sich auf Wunsch der britischen Regierung im November 1956 ein Ausschuss gründet, um Voruntersuchungen für ein neues Verkehrsflugzeug einzuleiten. Supersonic Transport Aircraft Committee heißt er. Der Name ist Programm, der Airliner soll revolutionär sein, vor allem revolutionär schnell. Überschall heißt das Zauberwort. Militärjets haben seit 1947 erreicht, was für die Zivilluftfahrt noch Utopie ist – die Schallmauer zu durchbrechen.

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