Kassel : Ein Knast für Documenta-Besucher

Lange Zeit war die „Elwe“ ein Gefängnis. Dieses wurde geschlossen und das Gebäude stand leer. Jetzt verwandeln zwei Kasseler den markanten Backsteinbau in ein Hotel, das den speziellen Charme eines Zuchthauses keineswegs verlieren soll.
In dunklem Rot, mit hellen Fugen und durchaus imposant erhebt sich die „Elwe“, ein Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert, am Unterneustädter Kirchplatz in Kassel. Es ist eines der letzten historischen Gebäude in diesem Stadtteil. Die Kirche, die einst auf dem Platz stand, ist seit einem Bombenangriff im Oktober 1943 ebenso verschwunden wie die Fachwerkhäuser in dieser mittelalterlichen Stadterweiterung östlich der Fulda. Erhalten blieb das Oval des Platzes, das von der Neubebauung aus dem späten Wiederaufbau in den neunziger Jahren ausgenommen wurde und von der Elwe und ihrem Nachbarhaus, einer Schule, vorgegeben war.




