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Zum Tod von Okwui Enwezor Eine ganz neue Perspektive auf uns selbst

Wenige haben den Blick auf die Kunstgeschichte so verändert wie er: Zum Tod des Kurators, Documenta-Leiters und Kunsttheoretikers Okwui Enwezor. Mehr

15.03.2019, 17:27 Uhr | Feuilleton
documenta

Die documenta 14 wird die vierzehnte Ausgabe der documenta sein. Sie findet in Kassel vom 10. Juni bis zum 17. September 2017 und in Athen vom 8. April bis zum 16. Juli 2017 als weiterem gleichberechtigtem Standort statt. Künstler sollen mit und an beiden Orten arbeiten.

Die documenta ist die weltweit bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Sie findet alle fünf Jahre statt und dauert jeweils 100 Tage. Sie wird auch als Museum der 100 Tage bezeichnet. Die erste documenta wurde 1955 veranstaltet und geht auf die Initiative des Kasseler Kunstprofessors und Designers Arnold Bode zurück. Die documenta-Ausstellung präsentiert einen Querschnitt durch die aktuelle Kunst aus dem Blickwinkel des jeweiligen Kurators, der künstlerischer Leiter genannt wird. Die Besucherzahlen der documenta steigen regelmäßig. Der Name der Ausstellung ist ein Kunstwort. Die Bezeichnung trägt den Anspruch insbesondere der ersten documenta, eine Dokumentation über die moderne Kunst zu sein, die den Deutschen während der Zeit des Nationalsozialismus nicht zugänglich war.

Die documenta nutzt unterschiedliche Ausstellungsorte innerhalb des Stadtgebietes von Kassel. Fester Ort seit 1955 ist das Fridericianum. Seit der documenta 9 im Jahr 1992 kam die neu erbaute documenta-Halle hinzu. Daneben werden auch andere Museen in Kassel für die Dauer der Ausstellung zum Bestandteil. Hinzu kommen Gebäude, die regulär nicht für Ausstellungszwecke genutzt werden und daher über den Aspekt der ausgestellten Kunst weiteren Einblick gewähren etwa als technische oder infrastrukturelle Anlagen. Neben den künstlerischen Arbeiten, die innerhalb von Gebäuden präsentiert werden, sind auch Werke unter freiem Himmel fester Bestandteil der documenta. Standort dieser Außenarbeiten ist traditionell der Friedrichsplatz vor dem Fridericianum, sowie die innerstädtische Parkanlage Karlsaue. Aber auch andere Örtlichkeiten innerhalb der Stadt wurden bereits genutzt.

Organisiert wird die Weltausstellung zeitgenössischer Kunst durch die documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH, eine gemeinnützige Gesellschaft, die von der Stadt Kassel und dem Land Hessen als Gesellschafter getragen und finanziert und zudem durch die Kulturstiftung des Bundes finanziell unterstützt wird. Ehemaliger Geschäftsführer war Bernd Leifeld, der 2014 in den Ruhestand ging. Am 12. April 2013 wählte der Aufsichtsrat die seit 1997 amtierende geschäftsführende Verlegerin des Hatje Cantz Verlags, Annette Kulenkampff. Der jeweilige Oberbürgermeister der Stadt Kassel, derzeit Bertram Hilgen, ist der Vorsitzende des Aufsichtsrates.

Nach einer Idee von Arnold Bode entstand 1961 in Kassel das documenta Archiv, bestehend aus einer Spezialbibliothek zur Gegenwartskunst und den vollständigen Akten und Materialien aus dem Umfeld der documenta-Organisation. Das Archiv beherbergt eine Videothek mit Ausstellungs- und Aktionsdokumentationen, Künstlerporträts zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Kunstvideos aus den letzten 30 Jahren.

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