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Herzblatt-Geschichten : Das sind alles Top-Frauen

Mit Schatzi für die Fotografen: Thomas und Lisa Müller Bild: dpa

Hach, die Frauen. Prinz Ferfried hat gleich sechs von ihnen, Heiko Mass – ungerechtfertigterweise? – immerhin eine und selbst Helene Fischer lässt sich in diesen schweren Zeiten nur von einer Powerfrau trösten: Angela Merkel.

          Man merkt, dass die EM vor der Tür steht, die Auftritte von Fußballern in Herzblättern häufen sich. Dank Bunte wissen wir jetzt, dass Lisa Müller ihren Mann Thomas „liebevoll ,Schatzi‘ nennt“, und es ist ja auch völlig passend, dass jemand namens Thomas Müller auch noch den unoriginellsten aller Kosenamen trägt. Bemerkenswertes teilt auch Manuel Neuer Gala mit: „Ich gehe auf jeden Fall gerne duschen.“ Im Turnier könnte dies ein Risikofaktor sein: Nicht auszuschließen, dass Neuer eine Rote Karte provoziert, um möglichst rasch unter die Dusche zu kommen. Des Weiteren lässt er wissen, er „achte darauf, dass ich keinen Vollbart habe“, und hier zeigt sich endlich wieder unser hochkonzentrierter Weltmeistertorwart. Andere geben ja mal einen Augenblick nicht acht, und schwupps!, ist ihnen ein Vollbart gewachsen.

          Frecher Pagenschnitt und kesser Blick: Gundula Gause
          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Frauen haben haaretechnisch das Alleinstellungsmerkmal, dass ihre Frisuren quasi als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen werden. Gundula Gause, die Nachrichten beim ZDF verliest, ist für Bild zum Beispiel „die Moderatorin mit dem frechen Pagenschnitt“. Was aber, Bild, macht diesen Schnitt so frech: dass er sich nur widerspenstig kämmen lässt womöglich? Gauses Kollege Claus Kleber, der Moderator mit dem kessen Seitenscheitel, ist manchmal ebenfalls frech zu ihr. Ab und an, so Gause, „klaut Claus mir allerdings eine Nachricht, dann können unsere Diskussionen schon mal heftiger werden“. Da stellen wir uns vor, wie während des „heute journal“ Gause fieberhaft die Nachricht zum Tarifabschluss im Bauhauptgewerbe sucht, welche Kleber diabolisch grinsend hinter seinem Rücken versteckt. Fies!

          Noch schlimmer geht es, laut der Aktuellen, zwischen einer Schwedenprinzessin und ihrem Gatten zu: „Letzter Ausweg Blitz-Scheidung?! Madeleine & Chris - Ehe-Krieg total! Ihr Glück unter Beschuss“, titelt das Blatt. Durch Bomben oder Granaten, Aktuelle? Und solltest du vor deinem nächsten Feldzug deine betagte Leserschaft nicht besser fragen, ob sie wirklich den totalen Ehe-Krieg will?

          „Rührende Hilfe“ von der Kanzlerin: Helene Fischer

          Die Wunden, die unsere Kanzlerin in vielen Schlachten erlitten hatte, werden laut Woche heute von überraschender Seite geheilt: „Helene Fischer & Angela Merkel - Verraten & gedemütigt - So rührend helfen sie sich in ihrer schwersten Zeit“. Während nämlich Merkel als „Playmobil-Männchen“ (war es nicht eher ein Weibchen?) gelegentlich aus Horst Seehofers Modelleisenbahnanlage auf die Fensterbank verbannt werde (Woche heute: „eine schlimme Demütigung“), habe sich Fischers Tchibo-Modekollektion „beim ARD-Markencheck als qualitativer Flop“ erwiesen. Zum Glück kann Merkel „Trost in der Mut machenden Musik der Sängerin finden - denn die ließ ihr eine Farbenspiel-DVD mit persönlicher Widmung zukommen! Die Kanzlerin wiederum bedankte sich mit einem Foto, auf dem sie zufrieden lächelnd mit dem Geschenk zu sehen ist!“ Also, „rührende Hilfe“ hätten wir uns noch etwas anders vorgestellt. Fischer etwa hätte Merkel mit einem Seehofer-Spottlied aufheitern können („Aussichtslos, ohne Macht“). Zum Dank könnte Merkel dann bei öffentlichen Auftritten Fischers löchrige Tchibo-Blazer tragen.

          Darf der das? Heiko Maas (rechts) und Natalia Wörner.

          Einem anderen Spitzenpolitiker widmet sich der Bunte-Leser Hans J. Franke: „Wie kann sich Herr Maas in der augenblicklichen politischen Situation ein so turbulentes Liebesleben leisten?“, ärgert er sich in einem Brief. „Wir erwarten, dass sich die Regierungsmitglieder ganz besonders darauf konzentrieren, für die Lage in unserem Land eine befriedigende Lösung zu finden.“ Völlig richtig, und neue Partnerinnen, die ja unterhalten und umschmeichelt werden wollen, lenken da nur ab. Damit die Regierungsmitglieder auch persönlich nicht vernachlässigt werden, regen wir feste Zeitfenster für Zärtlichkeiten an, natürlich mit ihren altgedienten, nicht gar so anspruchsvollen Partnern und Partnerinnen.

          Manchmal ist mehr auch weniger: Ferfried Prinz von Hohenzollern

          Perfekt geregelt hat diesen Lebensbereich Ferfried Prinz von Hohenzollern, 73. „Derzeit sind es sechs“, teilt er Bunte über die Frauen in seinem Leben mit, „vier in München, zwei in meiner Wahlheimat London“, allesamt „Top-Frauen zwischen 50 und 62 Jahren“ und mit klaren Zuständigkeiten. „Mit einer besuche ich gern Kunstausstellungen. Eine liebt klassische Musik, aber auch Jazz. Eine andere weiß enorm viel von Geschichte und Literatur. Mit einer anderen koche ich. Zwei gehen mit mir in die Natur und zum Skifahren.“ Wer sich nun fragt, wo all die Top-Frauen herkommen, dem kann der Prinz seinen Golfplatz empfehlen: „Dort liegen viele Damen auf der Lauer nach einem passenden Mann.“

          Slow-Juicerin aus Leidenschaft: Palina Rojinski

          Ferfried selbst spricht Frauen am liebsten in der Bar an, wo ja zu später Stunde ebenfalls manchmal Menschen herumliegen, wenn auch nicht so viele wie auf dem Golfplatz. Für sie und alle anderen verrät die Moderatorin Palina Rojinski ihren Geheimtipp nach einer durchzechten Nacht: „Wenn man die Muße hat“, so sagte sie In, „ist ein Algen-Spinat-Sellerie-Weizengras-Gurke-Rote-Beete-Ingwer-Zitrone-Knoblauch-Slow-Juice phänomenal.“ Logisch, dass das funktioniert: Bis man das ganze Zeug aufgetrieben und kleingehäckselt hat, vergeht so viel Zeit, dass man längst wieder nüchtern ist.

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