TV-Kritik:“Anne Will“ :
Ende der Illusionen

Von
Frank Lübberding
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Moderatorin Anne Will diskutierte mit ihren Gästen über die Ukraine-Krise.
Moderatorin Anne Will diskutierte mit ihren Gästen über die Ukraine-Krise.dpa

Im Schatten von Minsk diskutierten auch Anne Will und ihre Gäste über die Ukraine-Krise. Das Gespräch zeigte, was in dem Konflikt bisher schief gelaufen ist: Russlands Interessen dürfen nicht länger ignoriert werden.

Kompromisse haben eine Eigenheit. Sie müssen nicht nur zwischen den Parteien gefunden werden, die etwa in dieser Nacht in Minsk nach einem modus vivendi für den Ukraine-Konflikt gesucht haben. Sie müssen anschließend auch denen vermittelt werden, die nicht mit am Verhandlungstisch sitzen. Das bedeutet immer mit Enttäuschungen und konkurrierenden Interessen umzugehen, die sich in solchen Kompromissen nicht wiederfinden können. Insofern war es wenig erstaunlich, wenn gestern Abend der Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) feststellte, es sei nicht seine Aufgabe, die „Verhandlungen (in Minsk) ständig mit seinen Kontakten zur Bundeskanzlerin zu stören“.

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