Kulturgutschutz :
Diese Debatte lässt keinen Platz für Verhältnismäßigkeit

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In Berlin treffen sich die Gegner des geplanten Kulturgutschutzgesetzes, das gerade das Kabinett passiert hat. Im Zentrum des Streits stehen zwei unvereinbare Vorstellungen davon, wem Kunst gehören soll.

In der vergangenen Woche hatten die Rechtsanwälte und Kunstexperten Harald Falckenberg, Hartmut Fromm und Hannes Hartung noch einmal alle ins Hotel Kempinski am Berliner Kurfürstendamm geladen, es sollte noch einmal um das Kulturgutschutzgesetz gehen. Im Foyer waren ein kleines Schild und ein Pfeil zu entdecken, wie bei einer Schnitzeljagd – „Hier zum Sammlertreffen!“ –, auf Stehtischen wurden Roastbeef und Lachs serviert, neben den Tellern lag die Broschüre „Collector’s Know-how“ von Hannes Hartung aus, der darin als einer der „bekanntesten Kunstanwälte Deutschlands“ vorgestellt wird, welcher unter anderem „Cornelius Gurlitt und seine weltweit bekannt gewordene Kunstsammlung“ vertrat (ehe er deutlich vor Ende des Gurlitt-Verfahrens ausschied). „Die Gründe für die Anschaffung von Kunstgegenständen sind so vielfältig wie ihre Käufer“, heißt es in der Broschüre weiter. „Sie reichen von Kunst als Investitionsgegenstand und Anlageentscheidung bis hin zur kunsthistorisch-strategischen Ergänzung und Arrondierung der Privatsammlung.“ Von Leidenschaft und Freude an den Werken war da nichts zu lesen, aber die kann man auch nicht jedem vorschreiben.

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