Globale Proteste : Warum die Gen Z gerade weltweit auf die Straßen geht

Junge Leute von Kathmandu bis Mailand protestieren gegen Korruption, Stromausfälle und zu hohe Mieten. Was sie verbindet, ist aber weniger, als ihre gemeinsamen Symbole vermuten lassen.
Als am 17. Oktober Hunderte junge Leute durch die Mailänder Innenstadt zogen – zu den Protesten aufgerufen hatte die Initiative „Italia in piazza“, verbreitet hatte sich der Aufruf vor allem über Tiktok –, waren viele von ihnen zum ersten Mal auf einer Demonstration. Es ging um Löhne und Preise. Am Ende flogen Pflastersteine. Am selben Tag zählte das französische Innenministerium 550.000 Demonstranten im ganzen Land. Als Erste auf die Straßen gegangen waren in Frankreich Gymnasiasten in Créteil, die gegen fehlende Lehrer und überfüllte Klassen protestierten. In Lissabon demonstrierten Zehntausende gegen hohe Mieten. In Tirana schoss die Polizei erstmals mit Gummigeschossen auf Studenten, deren Protest im Frühjahr gegen ein Luxusresort begonnen hatte.
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