Spionageskandal : Abhörterror

Scheinbar interessiert sich niemand mehr so wirklich für die Abhöraktionen der Geheimdienste. Die Schwamm-drüber-Mentalität etabliert sich. Nicht einmal der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses sieht einen Grund zur Aufregung.
Es ist schon ein trauriger Witz: Je mehr bespitzelt wird, desto weniger interessiert es die Leute. Und da nur noch überwacht wird, juckt es offenbar niemanden mehr. Was soll’s, war doch eh klar – mit dieser Haltung betrachtet der ehemalige Innenminister Hans-Peter Friedrich die Sache inzwischen. Und auch sein Unionskollege Patrick Sensburg, Vorsitzender des NSA-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags, nimmt es locker. „Berlin steht im Zentrum vieler Nachrichtendienste“, sagt er im Deutschlandfunk und legt eine Schwamm-drüber-Mentalität an den Tag, die einem den Atem rauben müsste, hätte man sich an die Lethargie nicht längst gewöhnt.






