FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Götz Alys Buch zum Südsee-Boot :
Von Kunsträubern und Kulturschändern

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Das Luf-Boot, ein hochseetaugliches Auslegerboot, wurde auf der Hauptinsel der Eremiten-Inseln in Papua-Neuguinea hergestellt
Das Luf-Boot, ein hochseetaugliches Auslegerboot, wurde auf der Hauptinsel der Eremiten-Inseln in Papua-Neuguinea hergestelltSPK/Stefan Müchler

Das Luf-Boot ist das ethnologische Prachtstück des Humboldt-Forums. Angeblich wurde es, wie die meisten Objekte der Berliner Südsee-Sammlung, auf faire Weise erworben. Der Historiker Götz Aly zeigt, dass das nicht stimmt.

Die ethnologischen und asiatischen Sammlungen der Staatlichen Museen bilden, so ist überall zu hören, das Herzstück des Berliner Humboldt-Forums. Aber in dem Gebäude selbst, hinter der rekonstruierten Fassade des Berliner Schlosses, bleiben die Schätze der Weltkulturen ins zweite und dritte Obergeschoss verbannt. Nur zwei übergroße Säle an den Seiten der Eingangshalle reichen bis in den ersten Stock hinab. Sie beherbergen Objekte aus der berühmten Südsee-Sammlung des Ethnologischen Museums. Das bekannteste Objekt steht im südlicheren der beiden Säle. Es ist das fünfzehn Meter lange Auslegerboot von der Insel Luf, die vor dem Ersten Weltkrieg Teil des deutschen Kolonialbesitzes rings um den Bismarck-Archipel im heutigen Papua-Neuguinea war.

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