Studie zu Verfassungsordnungen : Das Gericht verständigt sich

Wie Entscheidungen begründet werden: Die ehemalige Karlsruher Höchstrichterin Gertrude Lübbe-Wolff legt eine monumentale vergleichende Studie zu Verfassungsordnungen in aller Welt vor.
In ihrer Zeit als Richterin des Bundesverfassungsgerichts war die Bielefelder Staatsrechtslehrerin Gertrude Lübbe-Wolff nicht zuletzt für ihre schneidenden, intellektuelle Überlegenheit in Anspruch nehmenden Sondervoten bekannt und damit für die Pflege einer Form, die anzeigte, dass die interne Konsenssuche des Gerichts an eine Grenze gekommen war. Nach ihrem Ausscheiden im Jahr 2014 hat sie sich als aus der Praxis schöpfende Wissenschaftlerin der Frage zugewendet, wie die Beratung von Entscheidungen Verfassungsgerichte dabei unterstützen kann, Polarisierungen zu vermeiden und konstitutionelle Gemeinsamkeit zu stiften. Herausgekommen ist eine als monumental zu bezeichnende Studie, die (warum auch immer) auf der Homepage der Konrad-Adenauer-Stiftung allgemein zugänglich ist und von der Stiftung lediglich in einer kleinen Auflage auch als Buch verteilt wurde.
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