Elke Freier (Hrsg.): „Wer hier hundert Augen hätte...“ : Er zeichnete den starken Mann am Nil

Der Mann an der Seite des berühmten Ägyptologen Richard Lepsius: Georg Gustav Erbkams Briefe aus Ägypten und Nubien zeigen ihn als einen universell interessierten Reisenden mit Blick für Details.
In Alexandria, in der Rue Lepsius Nummer zwölf, lebte viele Jahre lang der große griechische Dichter Konstantinos Kavafis. Damals, im späten neunzehnten Jahrhundert, war Alexandria - wie übrigens schon in der Antike - eine multikulturelle Stadt, in der neben muslimischen und koptischen Ägyptern viele Griechen, Armenier, Italiener, Libanesen, Türken und Angehörige anderer Nationen und Religionen wohnten. Begonnen hatte dies in der ersten Jahrhunderthälfte, als sich - nach den Forschungsreisenden, Entdeckern und Archäologen der ersten Stunde - mit Wunsch und Willen Muhammad Alis, des Staatthalters der Hohen Pforte in Ägypten, Ausländer am Nil niederließen: zunächst Fachleute auf den Gebieten Ingenieurwesen und Wasserbau, dann Geschäftsleute, Abenteurer und - eben auch Dichter.





