Autobiografie einer Geflüchteten : Tatkraft, Mut, Energie und Trauer

Dreißig Jahre liegt ihre Flucht aus Iran jetzt zurück. Dennoch sind Mehrnousch Zaeri-Esfahanis Geschichten vom Ankommen in Deutschland weit mehr als nur ein ganz persönliches Erinnerungsbuch.
Eines Abends war der Stellvertreter Gottes auf Erden tatsächlich im Vollmond zu sehen: ein Gesicht, ein langer Bart, ein Turban. Die Revolution hatte gesiegt. Mehrnousch, fünf Jahre alt, stand damals verzückt auf dem Dach ihres Elternhauses in der iranischen Stadt Isfahan, wie fast alle anderen auch. Sechs Jahre später, an einem eiskalten Winterabend, stolperte sie ihren Eltern hinterher durch den Schnee einer offenbar von allen Menschen verlassenen deutschen Großstadt: West-Berlin. Wie hätte eine Familie, die mehr als ein Jahr zuvor aus Iran in die Türkei geflohen war, auch ahnen können, dass die Deutschen am 24. Dezember fast alle in ihren Häusern feiern? Und was eigentlich?





