Comic-Kolumne : Erzähler in Halbpanik

Der italienische Comicautor Zerocalcare ist zum zweiten Mal ins Kurdengebiet in Nordsyrien gereist und erzählt in „No Sleep till Shingal“ auf ebenso berückende wie bedrückende Weise von der Notsituation der dort lebenden Kurden.
Man steigt nicht zweimal in denselben Fluss? Zerocalcare schon. Der italienische Comicautor, mit bürgerlichem Namen Michele Rech, wurde bekannt mit seinem Band „Kobane Calling“, in dem er von einer eigenen Reise ins kurdisch bewohnte Nordsyrien nahe der türkischen Grenze erzählte. Dort wurde damals, 2014, nicht nur der syrische Diktator Baschar al-Assad bekämpft, sondern vor allem der „Islamische Staat“, und bis auf Unterstützung der Amerikaner waren die kurdischen Milizen dabei auf sich allein gestellt. Zusätzlich sahen sie sich Repressalien aus der benachbarten Türkei ausgesetzt, die in Syrien die Rückzugsräume der PKK bekämpfte. Die dürften sich in Reaktion auf den gestern offenbar von der PKK verübten Anschlag auf das türkische Innenministerium in Ankara nun noch verstärken.





